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    Venezuela will mehrere diesel-elektrische U-Boote in Russland kaufen

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    MOSKAU, 14. Juni (RIA Novosti). Venezuela führt derzeit Konsultationen zum Kauf russischer U-Boote mit diesel-elektrischem Antrieb für seine Kriegsmarine durch.

    Das teilte ein Experte des russischen Schiffbaus, der anonym bleiben wollte, RIA Novosti am Donnerstag mit. "Gegenwärtig laufen aktive Konsultationen zwischen Venezolanern und ihren russischen Kollegen zum Erwerb einer großen Partie von U-Booten. Auf die Zahl und den Typ der U-Boote wie auch ihre Liefertermine haben sich die Seiten noch nicht geeinigt. Die Seiten arbeiten derzeit an allgemeinen Bestimmungen eines möglichen Vertrages. Deshalb wäre es noch verfrüht, konkrete Zahlen zu nennen", sagte der Sprecher.

    Geprüft werden mehrere Varianten, darunter die Lieferung von U-Booten vierter Generation der Modelle Amur-950 und Amur-1650, aber auch geräuscharmer U-Boote des Projekts 636 mit integrierten Raketensystemen. Derartige Systeme mit der Typenbezeichnung "Club-S" haben weltweit keine Analoga und eignen sich für die Bekämpfung von Überwasserschiffen, U-Booten und Küstenzielen unter den Bedingungen eines aktiven Gegenfeuers und einer starken funkelektronischen Unterdrückung.

    Der Föderale Dienst für die militärtechnische Zusammenarbeit Russlands wollte keine Details der Verhandlungen zwischen Russland und Venezuela preisgeben. Zuvor hatte Russland mehrmals erklärt, dass es aktiv bei der Modernisierung der venezolanischen Streitkräfte bis zum Jahr 2013 mitwirken werde.

    Russland hat gute Perspektiven zur Modernisierung der Transportfliegerkräfte und der Kräfte der Luftverteidigung, zu funkelektronischen Unterdrückungsmitteln wie auch in Bezug auf die Kriegsmarine. Das letztere betrifft sowohl Unterwasser- als auch Überwasserschiffe.

    Derzeit bildet Russland 196 venezolanische Flieger und Techniker aus. Der kurz vor dem Abschluss stehende Lehrgang ist ein Teil einer Vereinbarung über die Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs Su-30MK2 an Venezuela. 2005 wurden auch zwei Verträge über die Lieferung von 15 Kampfhubschraubern unterzeichnet. Im Sommer 2006 kam ein Vertrag über die Lieferung weiterer 53 Helicopter der Modelle Mi-17W5, Mi-35 und Mi-26 zustande. Die Maschinen sind für die Armeefliegerkräfte, die Luftwaffe, die Kriegsmarine und die Nationalgarde Venezuelas bestimmt.

    Unterzeichnet wurde ferner ein Vertrag über die Schaffung eines Hubschrauber-Trainingszentrums in Venezuela, in dem einheimische Piloten ausgebildet werden. Das soll das größte und zugleich das modernste Trainingszentrum weltweit werden. Die Eröffnung ist in etwa drei Jahren geplant. Gegenwärtig wird mit der venezolanischen Seite über den Bau eines Hubschrauber-Reparaturwerks und eines Wartungszentrums verhandelt.

    Somit soll ein Programm der Modernisierung und Umrüstung des venezolanischen Hubschrauber-Parks vollständig erfüllt werden.

    Im Frühjahr 2005 hatte der russische Waffenexporteur Rosoboronexport einen Vertrag über die Lieferung von 100 000 Kalaschnikow-Maschinenpistolen an Venezuela geschlossen.

    Nach Expertenschätzung betrifft jeder zweite Vertrag im Bereich der militärtechnischen Kooperation mit dem Ausland Erzeugnisse für die Kriegsmarine. Zu den größten Projekten in diesem Bereich zählt die Reparatur und Modernisierung des schweren Flugzeugträgers "Admiral Gorschkow" für die indische Kriegsmarine. Das Schiff soll 2008 übergeben werden. Zudem unterzeichnete Rosoboronexport einen Großvertrag über die Lieferung von drei Fregatten an die indische Marine.

    Insgesamt hat Rosoboronexport mehr als 150 Verträge über Projektierung, Bau, Betrieb, Reparatur und Modernisierung von Kriegsmarinetechnik in mehreren Ländern. Geplant ist die Ausbildung von Personal und der Bau der Küsteninfrastruktur in Algerien, Vietnam, Guinea, Griechenland, Indien, Indonesien, dem Iran, China, Libyen, Südkorea und einigen anderen Staaten.

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