17:53 23 September 2018
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    Drohen als Zukunftswaffe der Terroristen

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    MOSKAU, 27. Juli (Juri Saizew für RIA Novosti). Das Kommando der US-Luftwaffe hat ein Programm für den Bau von unbemannten Luftfahrzeugen (Drohnen) konzipiert.

    Das für 25 Jahre angelegte Konzept stellt die Weichen für die Entwicklung dieser Industriesparte und für die Integration entsprechender Technologien.

    Laut Militärexperten werden die Drohnen hauptsächlich als Trägermittel für ferngesteuerte Luft-Luft- und Luft-Boden-Raketen sowie für lenkbare Flieger- und Kassettenbomben dienen aber auch für Submunition. In ferner Zukunft können die Drohnen mit Waffensystemen ausgestattet werden, denen neue physikalische Grundsätze zugrunde liegen. Gegenwärtig wird an zwei Projekten gearbeitet: Modifizierung der bereits gebauten Waffen und deren Anpassung an die Drohnen und die Entwicklung neuer Spezialwaffen.

    Während des Krieges in Jugoslawien wurden unbemannte Luftfahrzeuge nur zu Aufklärungszwecken verwendet. In Afghanistan kamen erstmals Angriffsdrohnen mit der Bezeichnung Predator zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe konnten Kämpfergruppen, deren Stützpunkte und Raketenstartrampen geortet und zerschlagen werden.

    Ausgestattet mit zahlreichen lenkbaren Waffen können die Drohnen sowohl selbständig als auch im Zusammenwirken mit bemannten Fliegerkräften eingesetzt werden. Angesichts der großen Nutzlast der unbemannten Luftfahrzeuge kann man vermuten, dass die Miniaturisierung der ferngesteuerten Fliegerwaffen zügig voranschreiten wird.

    Zukünftig werden die Drohnen neben den konventionellen Waffen und funkelektronischen Kampfmitteln wahrscheinlich auch mit Energiewaffen ausgestattet.

    Die Ausbreitung der entsprechenden Technologien macht den Bau von Basteldrohnen möglich. Deshalb kann die Zukunftswaffe zu einer Terrorwaffe werden. Wie etwa ein Selbstmordattentäter-Roboter.

    Juri Saizew ist Experte am Institut für Raumforschungen.

    Die Meinung des Verfassers muss nicht mit der von RIA Novosti übereinstimmen.

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