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    US-Raketenabwehr: Russische Initiativen sind eine Alternative und keine Ergänzung - Mehr

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    Die russischen Vorschläge zur Raketenabwehr sind eine Alternative und keine Ergänzung zu den US-amerikanischen Plänen für die Stationierung von Teilen des Raketenabwehrsystems in Europa.

    MOSKAU, 27. Juli (RIA Novosti). Die russischen Vorschläge zur Raketenabwehr sind eine Alternative und keine Ergänzung zu den US-amerikanischen Plänen für die Stationierung von Teilen des Raketenabwehrsystems in Europa.

    Das sagte der amtliche Sprecher des russischen Außenministeriums, Michail Kamynin, am Freitag zu Journalisten.

    Ihm zufolge hatte die russische Delegation in der Sitzung des Russland-Nato-Rates am Mittwoch in Brüssel die Initiativen von Präsident Wladimir Putin erläutert, die er in Heiligendamm und Kennebunkport dargelegt hatte.

    Laut dem Außenamtssprecher haben die russischen Initiativen einen Paketcharakter. Es sei unzulässig, aus dem Gesamtpaket einzelne Bestimmungen herauszunehmen, betonte Kamynin.

    Laut dem Diplomaten ist die Umsetzung der russischen Vorschläge nur möglich, wenn die USA auf die Einrichtung des dritten Stellungsraums im globalen Raketenabwehrsystem auf europäischem Territorium und auf die Stationierung von Kampfwaffen im Weltraum verzichten werden.

    „Hierbei sollten die Arbeiten zur Einrichtung des dritten Stellungsraums für die Zeit der Verhandlungen eingefroren werden“, betonte der Sprecher.

    Dem Diplomaten zufolge hat die russische Delegation die Ratsmitglieder über die wichtigsten Punkte der Position Russlands im Dialog mit den USA informiert und die Argumente angeführt, wonach keine Raketenbedrohungen bestehen, die eine globale Raketenabwehr notwendig machten.

    „Es wurde hervorgehoben, dass die Entwicklung, der Bau und die Stationierung von Raketenabwehrsystemen, die die Interessen der Sicherheit vieler Staaten betreffen, auf der Grundlage kollektiver Einschätzungen realer Raketenbedrohungen erfolgen müssen. Hierbei kommt es darauf an, dass solche Handlungen die globale oder die regionale Stabilität nicht untergraben und zur Entstehung keiner neuen Trennungslinien in der Welt führen“, sagte Kamynin.

    Die Sitzungsteilnehmer wurden auf den russischen Vorschlag zur strategischen Partnerschaft beim Aufbau eines vielseitigen Sicherheitssystems gegen Raketenbedrohungen aufmerksam gemacht.

    „Wenn die russischen Initiativen akzeptiert werden, können die russisch-amerikanischen Beziehungen schrittweise einen strategischen Charakter annehmen, der eine prinzipiell neue Qualität der Beziehungen im Bereich der internationalen Sicherheit formieren würde“, sagte der Außenamtssprecher.

    Der Meinungsaustausch habe gezeigt, so der Diplomat weiter, dass „die Vertreter vieler Nato-Länder unseren Standpunkt teilen, wonach die Konsultationen zur Herbeiführung eines gegenseitig annehmbaren Ergebnisses fortgeführt werden müssen, das die Besorgnis aller interessierten Länder berücksichtigt“.

    „Wir begrüßen den zunehmend intensiven Dialog im Russland-Nato-Rat über die Problematik der Raketenabwehr“, betonte der russische Außenamtssprecher. Ihm zufolge wird in Moskau damit gerechnet, dass dieses Format der Verhandlungen „es ermöglichen wird, die Raketenweiterverbreitung in der Welt gemeinsam einzuschätzen und die Parameter der Raketenbedrohungen für die Zeit bis zum Jahr 2020 zu ermitteln“.

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