20:47 15 Dezember 2017
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    Tschechiens Vizeverteidigungsminister berät in Russland über US-Raketenabwehr

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    Russlands Generalstabschef Juri Balujewski berät am Dienstag in Moskau mit dem tschechischen Vizeverteidigungsminister Martin Bartak über die geplante Aufstellung der US-Raketenabwehr in Tschechien.

    MOSKAU, 21. August (RIA Novosti). Russlands Generalstabschef Juri Balujewski berät am Dienstag in Moskau mit dem tschechischen Vizeverteidigungsminister Martin Bartak über die geplante Aufstellung der US-Raketenabwehr in Tschechien.

    Wie RIA Novosti aus dem Verteidigungsministerium in Moskau erfuhr, kommt Bartak zu einem zweitägigen Besuch nach Russland. Auf der Tagesordnung seiner Verhandlungen stehen auch Fragen der bilateralen militärischen Zusammenarbeit mit Russland.

    Die USA wollen eine Radaranlage in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen in Stellung bringen, um sich angeblich vor einem eventuellen Raketenüberfall der so genannten "Achse des Bösen" schützen. Hierzu zählt Washington vor allem Nordkorea und Iran. In Russland erregen die US-Pläne Besorgnis. Moskau sieht das US-Raketenabwehrsystem in Osteuropa gegen sich gerichtet.

    Im Streit um die Raketenabwehr schlug der russische Präsident Putin beim G8-Gipfel in Heiligendamm seinem US-Amtskollegen George W. Bush eine überraschende Lösung vor: die gemeinsame Nutzung der Radaranlage Gabala in Aserbaidschan (Südkaukasus). Im Gegenzug sollen die USA auf die Aufstellung der Raketenabwehr in Europa verzichten.

    Beim jüngsten Treffen mit Bush in Kennebunkport (US-Bundesstaat Maine) schlug der russische Präsident zudem vor, neben der Radaranlage im aserbaidschanischen Gabala auch eine Raketenstart-Frühwarnstation gemeinsam zu nutzen, die derzeit in Südrussland gebaut wird. Wenn die USA zustimmten, wäre die Aufstellung des US-Radars in Tschechien und der Abfangraketen in Polen laut Putin überflüssig.

    Anfang Juli kündigte US-Außenministerin Condoleezza Rice an, dass die USA die Teile ihrer Raketenabwehr in Polen und Tschechien trotz des russischen Angebots stationieren würden.

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