15:54 18 Dezember 2017
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    Russland widerlegt Georgiens Beschuldigungen über Raketenabwurf

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    Raketeneinschlag in Georgien (44)
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    TIFLIS, 21. August (RIA Novosti). Bei der Untersuchung des Raketenzwischenfalls nahe des georgischen Dorfes Zitelubani sind jetzt Fotoaufnahmen von Teilen der Rakete gezeigt worden, die laut russischer Botschaft in Georgien weder sowjetischer noch russischer Herkunft sein kann.

    Das geht aus einer Pressemitteilung der russischen Botschaft über die Ermittlungsergebnisse der russischen Experten zum Zwischenfall mit dem Raketenabwurf hervor.

    „Eines der von der georgischen Seite zur Verfügung gestellten Fotobilder zeigt einen Teil eines Apparats mit einer Aufschrift in fremder Sprache. Es ist jedoch allgemein bekannt, dass es nach den Gesetzen der UdSSR bzw. der Russischen Föderation verboten war und ist, ausländische, importierte Aggregate auf Flugwaffen zu installieren. Das bedeutet, dass dieser Bauteil weder zu einer sowjetischen noch zu einer russischen Rakete gehört hatte“, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Dokument.

    Die russische Expertengruppe unter Leitung des Stabschefs und stellvertretenden Oberbefehlshabers der russischen Luftstreitkräfte, Generalleutnant Igor Chworow, war vom 16. bis 17. August zu Ermittlungen in Georgien.

    Georgien beschuldigt Russland, am 6. August den Luftraum verletzt und eine Raketen abgeworfen zu haben.

    Die russische Delegation hat den Vorfallsort besucht, Treffen im Verteidigungs- und im Innenministerium Georgiens durchgeführt und die Teile der Rakete gesehen, die laut georgischer Version von einem russischen Jet Su-24 abgeworfen worden sei.

    Die Pressemitteilung der russischen Botschaft enthält Schlüsse, die die russischen Experten auf der Grundlage ihrer eigenen Angaben und im Ergebnis der Prüfung der von der georgischen Seite gewährten Materialien gezogen haben.

    Die Kommission hat unter anderem festgestellt, dass am 6. August nach Angaben russischer Radarstationen in dem angrenzenden Luftraum 90 Luftfahrzeuge registriert worden waren. Es handelt sich um angemeldete und planmäßige Flüge. Der georgischen Seite wurden dabei Kontrolldaten über den zivilen Flugverkehr gewährt, die aus Rostow am Don übermittelt worden waren, heißt es.

    „Also hatte es laut den Russland vorliegenden Informationen der Flugkontrolledienste keine nicht genehmigte Überschreitung der Grenze Georgiens von russischer Seite gegeben“, so die Botschaft.

    Außerdem haben die russischen Experten die georgischen Angaben über Bewegungen von Flugzeug zum Zeitpunkt des Zwischenfalls in Zweifel gezogen.

    „Auf der Grundlage des Monitorings haben die Experten die Information erhalten, der zufolge das Flugzeug Wendekurven geflogen hatte. Dies war in den von der georgischen Seite gewährten Angaben der Radarkontrolle nicht festgehalten. Die Flugbahn des Flugzeuges stellte eine exakte Gerade dar“, heißt es.

    Den russischen Experten ist ihre Bitte um Informationen über den Typ der angeblich angegriffenen georgischen Radarstation und deren Koordinaten abschlägig beantwortet worden. Als Folge kam ein ernsthafter Zweifel an der Wahrhaftigkeit der von der georgischen Seite zur Verfügung gestellten Kontrollergebnisse auf. Außerdem wurden keine Erläuterungen zu dem Umstand gegeben, dass die georgischen Radarstationen keine anderen Luftfahrzeuge, die sich zu diesem Zeitpunkt über dem russischen und dem georgischen Territorium befanden, registriert hatten, so die Pressemitteilung.

    Die russischen Experten sind ferner zu dem Schluss gelangt, dass die Spuren des Aufpralls einer Rakete faktisch völlig beseitigt worden waren. Laut Experten wurde auch der Hauptteil der Rakete samt Flügeln, Triebwerk und Gefechtskopf, die mit der Raketennummer versehen waren, vernichtet.

    „Die Haltlosigkeit der Behauptung über eine russische Beteiligung an dem Zwischenfall war von Anfang an klar gewesen. Die Arbeit der russischen Experten in Georgien hat dies bestätigt und einleuchtend bewiesen, dass die georgische Version des Zwischenfalls zusammenfiel“, wird unterstrichen.

    „Befremden ruft auch die Position der so genannten unabhängigen Expertengruppe hervor, die am 16. August ihr Gutachten veröffentlicht hat, das eher einer politisch engagierten Erklärung glich“, so die russische Botschaft.

    Wie das georgische Außenministerium am 16. August mitteilte, sei eine internationale Gruppe von Experten aus Schweden, den USA, Lettland und Litauen zu dem Schluss gelangt, dass das unbekannte Flugzeug am 6. August aus russischer Richtung in den Luftraum Georgien eingedrungen sei.

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