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    Raketenabwehr in Europa: USA halten Gegenmaßnahmen von Russland für unsinnig

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    Als "nicht richtig" hat das US-Außenamt die Behauptung bewertet, dass das amerikanische Raketenabwehrsystem (ABM) Russland bedroht und dass eine Stationierung der Raketenabwehrbasen in Europa Gegenmaßnahmen der russischen Seite erfordert.

    WASHINGTON, 29. August (RIA Novosti). Als "nicht richtig" hat das US-Außenamt die Behauptung bewertet, dass das amerikanische Raketenabwehrsystem (ABM) Russland bedroht und dass eine Stationierung der Raketenabwehrbasen in Europa Gegenmaßnahmen der russischen Seite erfordert.

    "Es wäre nicht richtig, zu behaupten, dass die Stationierung von einer Radaranlage und zehn Abfangraketen eine strategische Antwort seitens Russlands bzw. einer anderen Regierung erfordert, die über ein beträchtliches Kernwaffenpotential verfügt", sagte Tom Casey, Sprecher des US-Außenamts, am Dienstag in Washington.

    Das ABM-System in Europa sei ein "System mit überaus begrenzten Möglichkeiten", betonte er.

    "Es ist als eine Antwort auf die begrenzte Bedrohung gedacht, die von solchen Ländern wie Iran bzw. von anderen Staaten im Nahen Osten ausgeht, die in einer gewissen Etappe Kernwaffen entwickeln könnten", führte der Außenamtssprecher weiter aus. Der dritte ABM-Stellungsraum stelle absolut keine Herausforderung und keine Bedrohung dar sowie beeinträchtigt in keiner Weise das strategische Kernwaffenpotential Russlands."

    Damit nahm er Stellung zu den Medienberichten, laut denen Russland als Antwort auf die Stationierung von Teilen des amerikanischen ABM-Systems in Polen und Tschechien Kernwaffen in Weißrusslands aufstellen könnte.

    Unter Berufung auf den russischen Botschafter in Weißrussland, Alexander Surikow, wurde am Dienstag berichtet, Russland könnte eine Reihe von Militärobjekten, bis hin zu Kernwaffen, in Weißrussland aufstellen.

    Zuvor hatte Russland mehrmals seine ablehnende Haltung zu den US-Plänen geäußert, ABM-Segmente in Europa zu stationieren. So erklärte Armeegeneral Juri Balujewski, Chef des Generalstabs der russischen Streitkräfte, das "Russland einfach verpflichtet ist, Maßnahmen zur Gewährleistung seiner Sicherheit zu treffen", wenn Tschechien seine Zustimmung für die Stationierung von Teilen des amerikanischen ABM-Systems auf seinem Territorium geben würde.

    Beim jüngsten G8-Gipfel bot Russlands Präsident Wladimir Putin seinem amerikanischen Amtskollegen George W. Bush an, die Radarstation Gabala in Aserbaidschan zu nutzen. Außerdem wird den Amerikanern angeboten, die Raketen-Frühwarnstation gemeinsam zu nutzen, die derzeit im südrussischen Armawir gebaut wird.

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