08:45 18 Juli 2018
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    Stationierung von russischen Atomwaffen in Weißrussland unnötig - „Nesawissimaja Gaseta“

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    MOSKAU, 29. August (RIA Novosti). Der russische Botschafter in Weißrussland, Alexander Surikow, hat am Dienstag erklärt, seine Äußerung vom Montag bezüglich einer eventuellen Stationierung russischer Atomwaffen in Weißussland sei falsch ausgelegt worden.

    Auch die meisten Militärexperten meinen, dass ein solcher Schritt in jeder Hinsicht sinnlos wäre, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Die Experten verweisen darauf, dass es in Weißrussland ohnehin Objekte gibt, die mit den russischen Kernwaffen in einem Zusammenhang stehen: Eine Radarstation, eine Raketen-Frühwarnwarte und eine Zentrale für die Hochfrequenz-Funkverbindung mit den im Weltmeer kreuzenden russischen Atom-U-Booten.

    Eine Stationierung von Kernraketen in Weißrussland wäre indes allein schon deshalb sinnlos, weil die russischen strategischen Raketen beliebige Ziele in 10 000 Kilometer Reichweite treffen können. Insofern besteht kein Grund, diese Raketen näher an die westlichen Grenzen heranzurücken.

    Darüber hinaus hat Weißrussland genauso wie die Ukraine und Kasachstan 1992 das Lissaboner Protokoll unterzeichnet: Damit wurden sie zu den Teilnehmern des START-1-Vertrages und übernahmen die Verpflichtung, sich dem Atomsperrvertrag als kernwaffenfreie Staaten anzuschließen. Russland verpflichtete sich seinerseits, seine Kernwaffen in seinem Territorium zu behalten. Ein Ausstieg aus diesen Vereinbarungen würde das gesamte Atomsperrsystem zerstören.

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