08:57 18 Juli 2018
SNA Radio
    Militär

    Russlands Luftwaffe: Raketenabwurf von Georgien inszeniert

    Militär
    Zum Kurzlink
    0 10

    Der Raketenabwurf vom 6. August in Georgien ist nach Ansicht russischer Experten von der georgischen Seite inszeniert worden.

    MOSKAU, 29. August (RIA Novosti). Der Raketenabwurf vom 6. August in Georgien ist nach Ansicht russischer Experten von der georgischen Seite inszeniert worden.

    „Georgien hat Fakten entstellt“, sagte Pawel Akulenok, Fliegerwaffen-Chefingenieur der russischen Luftstreitkräfte, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti.

    Am Einschlagsort der Rakete hätten Experten, so Akulenok, nur die dritte Zelle der Rakete und kleinen Teile vorgefunden. „Es wurden keine Blöcke oder Aggregate gefunden, die normalerweise beim Aufprall einer Rakete erhalten bleiben.“ Auch gebe es keine Beweise, dass die gefundenen Fragmente zur Rakete gehören, sagte Akulenok. „Was uns wirklich beunruhigt hat, waren gefundene Teile aus ausländischer Produktion, mit denen keine russische Rakete ausgestattet ist.“

    Zudem habe Georgien die Bitte der russischen Experten abgelehnt, das Nummernschild der Rakete vorzulegen, das unversehrt bleiben müsste, weil die Rakete nicht explodierte.

    Das zeuge davon, dass Georgien gefälschte Beweise vorgelegt hat, stellte Akulenok fest.

    Georgische Behörden behaupten, dass ein Flugzeug mit russischem Erkennungszeichen am 6. August in den georgischen Luftraum eingedrungen war und eine Rakete auf ein Radar nahe der Stadt Gori abgefeuert hatte. Die Rakete schlug nahe der Ortschaft Zitelubani ein, explodierte jedoch nicht.

    Russlands Militär weist die Vorwürfe als unbegründet zurück. Nach Angaben des Generalstabs in Moskau gab es am 6. August keine russischen Flugzeuge in Nähe des georgischen Luftraums.

    Nach Angaben der multinationalen GUS-Friedenskräfte im georgisch-südossetischen Konfliktraum war das unbekannte Flugzeug aus georgischer Richtung angeflogen und auch dorthin zurückgekehrt.

    Experten aus Schweden, den USA, Lettland und Litauen gaben nach ihren Ermittlungen vor Ort bekannt, dass ein nicht identifiziertes Flugzeug aus Russland kommend in den georgischen Luftraum eingedrungen sei und eine Rakete über einem Feld abgeworfen haben soll. Russische Ermittler, die eine eigene Untersuchung in Georgien durchgeführt hatten, zogen die Schlüsse des internationalen Expertenteams jedoch in Zweifel.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren