14:01 21 Juli 2018
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    Kaukausus-Konflikte: Friedenskommando bewertet Festnahme von Soldaten als erneute Provokation

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    Das Kommando der gemeinsamen Friedenstruppen (KSPM) in der georgisch-abchasischen Konfliktzone bewertet den Zwischenfall mit der Festnahme von Angehörigen der russischen Friedenskontingents als eine neue Provokation Georgiens.

    SUCHUMI, 29. August (RIA Novosti). Das Kommando der gemeinsamen Friedenstruppen (KSPM) in der georgisch-abchasischen Konfliktzone bewertet den Zwischenfall mit der Festnahme von Angehörigen der russischen Friedenskontingents als eine neue Provokation Georgiens.

    Das erklärte der Oberstleutnant Alexander Diordijew, Assistent des KSPM-Befehlshabers.

    „Solche Handlungen der georgischen Rechtsschutzbehörden bringen einen auf den Gedanken, dass eine neue Provokation vorliegt, deren Ziel darin besteht, auf jede Art und Weise die russischen Friedenskräfte in den Augen der Öffentlichkeit in Misskredit zu bringen (…) Das KSPM-Kommando ruft die georgische Seite zu einer fairen und zivilisierten Lösung aller Streitfragen auf“, erklärte er am Mittwoch vor der Presse.

    Diordijew erinnerte daran, dass ein Fahrzeug GAS-66 der Friedenstruppen, das im Rayon Sugdidi in Georgien patrouillierte, am 28. August mit einem kleinen Passagierbus zusammenstieß. „Der Verkehrsunfall, bei dem niemand verletzt wurde, erfolgte nach einer laut dem Dienshabenden in dem GAS-66-Fahrzeug dadurch, dass der Kleinbus versuchte, zu überholen“, sagte Diordijew.

    Georgische Polizisten, die zur Unfallstelle kamen, setzten ein Protokoll auf. Da es in georgischer Sprache ausgefertigt wurde, weigerten sich die Friedenssoldaten dessen Unterzeichnung. Danach wurden der Fahrer, der Diensthabende und die Insassen in eine Polizeiwache in der Stadt Sugdidi gebracht.

    „Es ist unbegreiflich, warum es notwendig war, die Insassen des Fahrzeugs festzunehmen, die am Verkehrsunfall überhaupt nicht schuldig sind. Es ist auch unbegreiflich, warum Vertreter des KSPM-Kommandos nicht sofort zu den Festgenommenen zugelassen wurden“, betonte der Oberstleutnant.

    Das Friedenskommando dementiert die Anschuldigungen einzelner georgischer Medien, dass die Festgenommenen betrunken waren. „Hier ist nichts zu kommentieren, weil dies mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat“, sagte Diordijew.

    Die festgenommenen Angehörigen der russischen Friedenskräfte wurden mittlerweile freigelassen. Sie kehrten in ihren Stützpunkt in Suchumi, Hauptstadt Abchasiens, zurück.