20:43 18 November 2017
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    OSZE-Rat kündigt Stellungnahme zu Raketenvorfall in Georgien an

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    WIEN, 06. September (RIA Novosti). Der Ständige Rat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wird sich auf seiner Sitzung am Donnerstag mit einem Bericht zum Raketenvorfall vom 6. August in Georgien befassen, der vom OSZE-Sonderbeauftragten Miomir Zuzul vorgelegt worden ist.

    Wie ein Sprecher der Organisation RIA Novosti mitteilte, wird der Rat voraussichtlich hinter verschlossenen Türen tagen. Erst danach soll Zuzul eine Pressekonferenz geben.

    In dem Bericht zum umstrittenen Raketenvorfall würden sowohl der Standpunkt Georgiens und Russlands als auch die Schlüsse der Experten berücksichtigt, hatte OSZE-Vorsitzender Miguel Angel Moratinos am Dienstag in Tiflis mitgeteilt. Nach seinen Worten soll der OSZE-Rat den Bericht anhören und Stellung zu dem Vorfall nehmen.

    Georgische Behörden hatten behauptet, dass zwei Flugzeuge mit russischen Erkennungszeichen am 6. August in den georgischen Luftraum eingedrungen waren und ein Radar nahe der Stadt Gori mit Raketen beschossen hatten. Eine Rakete schlug nahe der Ortschaft Zitelubani ein, explodierte jedoch nicht.

    Russlands Militär wies die Vorwürfe als unbegründet zurück. Nach Angaben des Generalstabs in Moskau gab es am 6. August keine russischen Flugzeuge in Nähe des georgischen Luftraums.

    Nach Angaben der multinationalen GUS-Friedenskräfte im georgisch-südossetischen Konfliktraum war das unbekannte Flugzeug aus georgischer Richtung angeflogen und auch dorthin zurückgekehrt.

    Experten aus Schweden, den USA, Lettland und Litauen gaben nach ihren Ermittlungen vor Ort bekannt, dass ein nicht identifiziertes Flugzeug aus Russland kommend in den georgischen Luftraum eingedrungen sei und eine Rakete über einem Feld abgeworfen haben soll.

    Russische Ermittler, die eine eigene Untersuchung in Georgien durchgeführt hatten, gelangten zu dem Schluss, dass der Raketenabwurf vom 6. August in Georgien von der georgischen Seite inszeniert worden war. Davon zeuge etwa der Umstand, dass unter den Bruchteilen der vermeintlichen russischen Rakete ein Schild mit einer Aufschrift in englischer Sprache gefunden wurde, mit dem keine russische Rakete ausgestattet ist.

    „Der provokative Vorfall und die Vorwürfe Georgiens an Russland untergraben die positiven Tendenzen im bilateralen Verhältnis“, heißt es in einer Stellungnahme des russischen Außenministeriums.

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