10:27 25 November 2017
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    Russische Bomber lösen erneut Alarm in Großbritannien aus

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    Britische Tornado-Jagdflugzeuge mussten nach einem Alarm am Donnerstag erneut in den Himmel steigen, um möglicherweise russische Langstreckenbomber Tu-95 (Nato-Code Bear-H) abzufangen, die sich bei einer Patrouille dem britischen Luftraum angenähert haben sollen.

    LONDON, 06. September (RIA Novosti). Britische Tornado-Jagdflugzeuge mussten nach einem Alarm am Donnerstag erneut in den Himmel steigen, um möglicherweise russische Langstreckenbomber Tu-95 (Nato-Code Bear-H) abzufangen, die sich bei einer Patrouille dem britischen Luftraum angenähert haben sollen.

    Auch norwegische Jäger F-16 mussten abheben, um acht russische Bomber zu begleiten, berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf den Stabssprecher der norwegischen Streitkräfte, John Inge Oeglaend. Die russischen Bomber kehrten jedoch um, ohne den britischen Luftraum verletzt zu haben. Nach Angaben des TV-Senders Sky News befinden sich die Bomber noch immer in der Luft.

    Das britische Verteidigungsministerium wollte den Vorfall vorerst nicht kommentieren. „Wir untersuchen die Angaben“, hieß es.

    Am Donnerstagvormittag hatte der russische Luftwaffensprecher Alexander Drobyschewski RIA Novosti mitgeteilt, dass Russlands Langstreckenbomber, die kürzlich ihre Patrouillen wiederaufgenommen haben, bei ihren Flügen stets von NATO-Kampfjets begleitet werden. Nach seinen Worten wurden die 1992 von Russland einseitig eingestellten Langstreckenflüge am 5. September wiederaufgenommen. Die strategischen Bomber patrouillieren über dem Pazifik und dem Atlantik sowie über dem Nordpolarmeer.

    Der Stabssprecher der norwegischen Streitkräfte, John Inge Oeglaend, teilte seinerseits mit, dass die Bomber Tu-95 sich an den norwegischen Luftraum angenähert, diesen jedoch nicht verletzt hatten.

    Am 21. August ließ das britische Verteidigungsministerium bekannt, dass Kampfjets Typhoon der Royal Air Force Mitte August wegen eines russischen Bombers gestartet waren, der in Nähe des britischen Luftraumes flog. Das Verteidigungsministerium veröffentlichte auf seiner Internetseite Aufnahmen des Zwischenfalls, die von Bord eines der britischen Kampfjets gemacht wurden.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am 17. August angekündigt, dass Russland die 1992 eingestellten Patrouillen-Flüge der Fernflieger in entfernte Regionen wieder aufnehme, um die dortige Schifffahrt und Wirtschaft zu sichern. Britische Medien spekulierten daraufhin über einen neuen Kalten Krieg zwischen Ost und West.

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