17:56 23 November 2017
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    USA schenken der russischen Marine Geheimunterlagen aus dem Kalten Krieg

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    MOSKAU, 10. September (RIA Novosti). Die russisch-amerikanische Kommission für Angelegenheiten von Kriegsgefangenen und Vermissten hat einst als "streng geheim" geltende Unterlagen an das Museum für die Pazifikflotte in Wladiwostok übergeben.

    Unter den Dokumenten ist eine Videoaufnahme der Bestattung der sterblichen Überreste von sechs Besatzungsmitgliedern des sowjetischen U-Bootes K-129 durch die US-Navy, das 1968 unter nicht geklärten Umständen verunglückt war.

    Das Atom-U-Boot K-129 der sowjetischen Kriegsmarine mit ballistischen Raketen und Atomtorpedos an Bord war vermutlich am 8. März 1968 unter nicht geklärten Umständen gesunken. Die Sowjetunion startete eine massive Rettungsoperation, die jedoch ohne Ergebnis endete.

    Das U-Boot-Wrack wurde später von den Amerikanern entdeckt. Beim Heben im Jahre 1974 zerfiel das U-Boot in zwei Teile. Einige Teile des Bootes konnten allerdings zum amerikanischen Marinestützpunkt geschleppt werden. Die Sowjetunion gab das Unglück mit dem U-Boot nicht zu. Dennoch wurde in der Siedlung Rybatschi auf der russischen Pazifik-Insel Kamtschatka ein bescheidenes Denkmal für die Besatzung des U-Bootes eingerichtet. Eine weitere Gedenkstätte befindet sich in der sibirischen Stadt Tscheremchowo, der Heimatstadt einiger Besatzungsmitglieder.

    Die russisch-amerikanische Kommission für Angelegenheiten von Kriegsgefangenen und Vermissten wurde 1992 von den Präsidenten beider Staaten mit dem Ziel gegründet, das Schicksal von russischen und amerikanischen Soldaten zu klären, die seit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges bei militärischen Konflikten verschollen sind.

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