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    Indische Sondereinsatztruppen ohne Waffen, doch mit eigenen Köchen in Russland eingetroffen

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    MOSKAU, 11. September (RIA Novosti). Am Dienstag sind in Russland indische Sondereinsatztruppen eingetroffen, um an den gemeinsamen Anti-Terror-Übungen INDRA-2007 teilzunehmen.

    Sie haben keine Waffen, aber ihre eigenen Köche mitgebracht. Das teilte der Leiter der Informations- und PR-Abteilung der russischen Luftlandetruppen, Oberst Alexander Tscherednik, mit.

    „Die indischen Militärs bringen keine eigenen Waffen mit. Nach dem Eintreffen bekommen sie russische Waffen. Das dient dazu, dass sie eine zusätzliche militärische Praxis erhalten“, sagte Tscherednik.

    Der Oberst berichtete auch, dass die indischen Soldaten in der Garnisonskantine besondere Verpflegung unter Berücksichtigung der nationalen Traditionen und Bräuche bekommen werden.

    „Einige indische Köche fliegen neben den Soldaten zu den Übungen mit. Sie werden entsprechend dem Vertrag Essen für ihre Soldaten kochen, und die russischen Kollegen werden ihnen helfen“, sagte Tscherednik. Dafür seien bereits speziell Hammel- und Geflügelfleisch eingekauft worden, sagte er. Das sei damit verbunden, dass die Inder nach ihrer Tradition kein Rindfleisch essen.

    Die 160 indischen Soldaten sind am Dienstag auf dem Flugplatz Kresty (Gebiet Pskow) mit einer Il-76-Transportmaschine der indischen Luftstreitkräfte eingetroffen.

    Sie werden in Soldatenkasernen des 104. Regiments der russischen Luftlandetruppe untergebracht. Außerdem sind für sie bereits warme Tarnjacken der russischen Luftlandesoldaten vorbereitet worden. „Wenn sie keine eigenen warmen Sachen mitbringen, werden wir sie einkleiden“, sagte der Oberst.

    Tscherednik wies darauf hin, dass die Anti-Terror-Übung der Sonderabteilungen der russischen und indischen Luftlandetruppen INDRA-2007 im Gebiet Pskow vom 11. bis zum 20. September 2007 stattfindet. Die Sondereinheiten der beiden Länder werden die Suche und Zerschlagung von bewaffneten Terroristenbanden im Gelände üben.

    In den ersten fünf Tagen sollen die russischen und indischen Soldaten gemeinsam auf der Hindernisbahn für Luftlandetruppen üben, mit dem Fallschirm springen, mit russischen Waffen schießen sowie die Waffen und taktischen Handlungen der illegalen bewaffneten Gruppen studieren, die in Russland aktiv waren. In der aktiven Phase findet eine taktische Sonderübung statt. Die Soldaten werden in vier gemischte Abteilungen gegliedert, die in drei Tagen rund 100 Kilometer zurücklegen, nach den Stützpunkten der angenommenen Terroristen suchen und sie vernichten.

    Nach dem Plan der Übungen soll der Befehlshaber des indischen Heeres und Vorsitzender des Stabschefs-Komitees, Joginder Jaswant Singh, die aktive Phase der Übungen beobachten. Er soll am 16. September zu einem Besuch in Russland eintreffen.

    Von der indischen Seite nehmen Soldaten der 50. Luftlandebrigade, die in Agra stationiert ist, an den Übungen teil. Die vorigen Übungen der russischen und indischen Luftlandetruppe fanden 2005 in der Wüste im Westen Indiens statt und hatten einen allgemeinen Charakter.

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