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    US-Senatsunterausschuss erteilt Bush Absage für Weltraum-Aufrüstung

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    WASHINGTON, 12. September (RIA Novosti). Der Bewilligungsunterausschuss des US-Senats hat sich geweigert, die von Präsident George W. Bush beantragte Finanzierung für die Entwicklungsarbeiten der Waffenstationierung im Weltraum im Verteidigungsetat 2008 vorzusehen.

    Wie RIA Novosti vom Sekretariat des US-Senats erfuhr, hatte der Unterausschuss in seiner Sitzung am Dienstag den Entwurf des Verteidigungsetats für 2008 in Höhe von 459,3 Milliarden Dollar bestätigt, zugleich aber die von Bush beantragten Bewilligungen für das Konzept eines Weltraum-Raketenabwehrsystems (Missile Defense Space Test Bed) wie auch die Zusagen für ein militärisches Zentrum für Weltraumexperimente im Interesse des Raketenabwehrsystems (Missile Defense Space Experimentation Center) verweigert. Das Zentrum befindet sich im US-Luftstützpunkt in El Segundo, eine Vorstadt von Los Angeles.

    Im Februar 2006 hatte die zum Pentagon gehörende Raketenabwehr-Agentur in einem offenen Begleitschreiben zu einem ähnlichen Antrag erläutert, dass eines der Ziele des Space-Test-Bed-Projekts darin besteht, „die Wichtigkeit von Weltraum-Abfangraketen für das Raketenabwehrsystem zu zeigen“.

    „Ein im Weltraum stationiertes Abfangpotential würde uns die Möglichkeit bieten, Zugang zum Kampfraum im äußerst wichtigen Start- und Beschleunigungsstadium einer Rakete (des Gegners) zu haben, und zwar unabhängig von der Größe des Gegnerlandes“, hieß es darin.

    Im Mai dieses Jahres hatte das Repräsentantenhaus des US-Kongresses, das seine eigene Version des Verteidigungsetats für 2008 billigte, die Bewilligungen für das Programm Missile Defense Space Test Bed ebenfalls vollständig gestrichen.

    „Ein Schritt zur Weltraumstationierung von Waffen würde unsere Bemühungen zur Verhinderung des Wettrüstens außerhalb der Erdatmosphäre für immer durchkreuzen“, betonte damals die Demokratin Ellen Tauscher, Vorsitzende des Unterausschusses für Srategische Kräfte des Repräsentantenhauses.

    Zugleich verwies sie auf die enormen Ausgaben, die solche Projekte erfordern würden.

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