20:34 18 November 2017
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    Russland und USA uneins über Abkommen als Ersatz für START-Vertrag

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    ROM, 12. September (RIA Novosti). In der italienischen Hauptstadt Rom sind bei den russisch-amerikanischen Konsultationen zu einem neuen Abkommen als Ersatz für den Vertrag über die Reduzierung und Begrenzung strategischer Offensivwaffen (START) prinzipielle Meinungsverschiedenheiten zum Vorschein gekommen.

    Das teilte Anatoli Antonow, Direktor der Abteilung Sicherheit und Abrüstung des russischen Außenministeriums, in einem Interview mit RIA Novosti mit.

    (Der START-Vertrag zwischen der UdSSR und den USA wurde am 31. Juli 1991 unterzeichnet und trat am 5. Dezember 1994 in Kraft. Er läuft am 5. Dezember 2009 ab, wenn keine Vereinbarung über seine Verlängerung erzielt wird. Vertragsteilnehmer sind Russland, die USA und die drei Nichtkernwaffenstaaten Weißrussland, Kasachstan und die Ukraine).

    „Leider sind unsere Meinungsverschiedenheiten sehr ernsthaft. Sie betreffen das Wesen des künftigen Abkommens. Wir haben bisher auch keine Einigung bezüglich des Charakters dieses Abkommens erzielt. Wir vermochten es bislang nicht, die USA davon zu überzeugen, dass das neue Abkommen juristisch verpflichtend sein muss“, sagte Antonow.

    „Wir möchten uns mit der amerikanischen Seite auf eine Voraussagbarkeit der Reduzierung strategischer Offensivwaffen einigen und sehen, dass das neue Abkommen natürlich juristisch verpflichtend ist, prinzipiell wichtige Punkte des START-Vertrages enthält und der ganzen Welt die Treue unserer Länder zur atomaren Abrüstung demonstriert“, erläuterte er.

    Anatoli Antonow hob hervor, dass die Arbeit der Delegationen in einer sehr sachlichen Atmosphäre verläuft.

    „Wir führen derzeit ein offenes Gespräch. Das ist sehr wichtig. Das Gespräch trägt einen konstruktiven Charakter. Wir besprechen selbstverständlich besonders empfindliche Themen, die die nationale Sicherheit der beiden Staaten betreffen“, unterstrich er.

    Auf Streitfragen zurückkommend, die während der Arbeit der Delegationen beider Länder entstanden sind, brachte Antonow die Hoffnung auf ihre möglichst schnelle Lösung zum Ausdruck.

    „Wir rechnen damit, diese Probleme bei unseren weiteren Konsultationen lösen zu können. Wir werden bis zur letzten Minute arbeiten und versuchen, jene Vereinbarung zu erzielen, die den Interessen unserer beiden Länder entsprechen würde“, bemerkte er.

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