16:10 23 November 2017
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    Raketenabwehr-Dialog Russland-USA: Außen- und Verteidigungsminister beraten im Oktober

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    Die Außen- und Verteidigungsminister aus Russland und den USA werden im Oktober zusammentreffen, um über eine gemeinsame Nutzung des Raketenabwehrradars Gabala in Aserbaidschan zu beraten.

    BAKU, 13. September (RIA Novosti). Die Außen- und Verteidigungsminister aus Russland und den USA werden im Oktober zusammentreffen, um über eine gemeinsame Nutzung des Raketenabwehrradars Gabala in Aserbaidschan zu beraten.

    Das teilte der russische Botschafter in Aserbaidschan, Wassili Istratow, am Donnerstag mit.

    Am 18. September sollen sechs Experten aus Russland sowie je zehn aus den USA und Aserbaidschan die Radaranlage besuchen und Einblick in ihre Funktion nehmen. Russland wird Istratow zufolge Vertreter des Generalstabs, der Weltraumtruppen und des Außenministeriums nach Gabala entsenden.

    Die USA wollen eine Radaranlage in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen in Stellung bringen, um sich angeblich vor einem eventuellen Raketenüberfall der so genannten "Achse des Bösen" zu schützen. Hierzu zählt Washington vor allem Nordkorea und Iran. In Russland erregen die US-Pläne Besorgnis. Moskau sieht das US-Raketenabwehrsystem in Osteuropa gegen sich gerichtet.

    Im Streit um die Raketenabwehr schlug Putin beim G8-Gipfel in Heiligendamm Bush eine überraschende Lösung vor: die gemeinsame Nutzung der Radaranlage Gabala in Aserbaidschan (Südkaukasus). Im Gegenzug sollen die USA auf die Aufstellung der Raketenabwehr in Europa verzichten. Bei seinem Treffen mit dem US-Präsidenten in Kennebunkport (US-Bundesstaat Maine) schlug der russische Präsident zudem vor, neben der Radaranlage im aserbaidschanischen Gabala auch eine Raketenstart-Frühwarnstation gemeinsam zu nutzen, die derzeit in Südrussland gebaut wird. Wenn die USA zustimmen, wäre die Aufstellung des US-Radars in Tschechien und der Abfangraketen in Polen laut Putin überflüssig.

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