15:30 22 September 2017
SNA Radio
    Militär

    Neuer START-Vertrag muss Stationierung von Kernwaffen im Ausland verbieten

    Militär
    Zum Kurzlink
    0 2 0 0

    Im neuen Abkommen zwischen Russland und den USA über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen (START) muss die Möglichkeit der Stationierung von Kernwaffen im Ausland ausgeschlossen werden.

    MOSKAU, 08. November (RIA Novosti). Im neuen Abkommen zwischen Russland und den USA über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen (START) muss die Möglichkeit der Stationierung von Kernwaffen im Ausland ausgeschlossen werden.

    Diese Meinung äußerte der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Armeegeneral Juri Balujewski.

    Der START-1-Vertrag, der 1991 unterzeichnet worden war, läuft am 5. Dezember 2009 aus. Er setzte die gleichen Obergrenzen für die Zahl der Gefechtsladungen und deren Trägermittel sowie für das Gewicht der ballistischen Raketen fest. Am 6. Dezember 2001 erklärten Russland und die USA, dass sie die Verpflichtungen aus dem START-1-Vertrag erfüllt hätten.

    „Russland hält es für notwendig, einzelne Bestimmungen dieses Vertrages beizubehalten, die zur Festigung der Vertrauens- und Kontrollmaßnahmen auf dem Gebiet der strategischen Rüstungen beitragen. Es geht vor allem um die Bestimmungen, die die quantitativen Parameter der Träger strategischer Offensivwaffen und der Gefechtsladungen darauf real begrenzen und den Verzicht auf ihre Stationierung im Ausland verankern“, erklärte Balujewski in einem Interview mit dem tschechischen Magazin „Armady, technika, militaria“ (ATM), das am Donnerstag auf der Web-Site des russischen Verteidigungsministeriums veröffentlicht wurde.

    Außerdem, so der Generalstabschef, muss bei der Reduzierung von Waffen durch die Seiten jegliche Möglichkeit der Bewahrung eines Potentials ausgeschlossen werden, welches die Rückkehr zum früheren Niveau ermöglichen würde.

    Der neue Vertrag muss unserer Meinung nach die Vergleichbarkeit und Voraussagbarkeit der Entwicklung der strategischen Arsenale Russlands und der USA in überschaubarer Perspektive sichern und sowohl den START-Vertrag als auch den Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivpotentiale in der Folgezeit ablösen.

    „Eine besonders annehmbare Variante wäre die Nutzung von Bestimmungen des START-Vertrages und des Vertrages über die Reduzierung der strategischen Offensivpotentiale im neuen Vertrag, die den Interessen Russlands und der USA entsprechen“, fügte der Generalstabschef hinzu.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren