10:56 18 August 2017
SNA Radio
    Militär

    US-Senator warnt vor Verzicht auf Start-1-Vertrag mit Russland

    Militär
    Zum Kurzlink
    0 2 0 0

    US-Senator Richard Lugar hält einen Verzicht auf den Vertrag über die Reduzierung und Begrenzung der strategischen Atomwaffen (Start-1-Vertrag) für gefährlich.

    WASHINGTON, 05. Dezember (RIA Novosti). US-Senator Richard Lugar hält einen Verzicht auf den Vertrag über die Reduzierung und Begrenzung der strategischen Atomwaffen (Start-1-Vertrag) für gefährlich.

    Diese Meinung äußerte der republikanische US-Senator am Dienstag in einer Sitzung der Überprüfungskommission der zum US-Verteidigungsministerium gehörenden Defense Threat Reduction Agency.

    „Der Verzicht auf das vom Start-1-Vertrag vorgesehene Kontrollregime würde ein noch größeres Misstrauen zwischen beiden Seiten nach sich ziehen“, sagte der Senator, der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Senats ist.

    Lugar verwies darauf, dass das andere russisch-amerikanische Dokument - der Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivpotenziale, der in den USA als der „Moskauer Vertrag“ bekannt ist, „keine Kontrollprozeduren vorsieht“. In der wichtigen Frage des Umfangs der strategischen Rüstungen können sich die russische und die amerikanische Seite nicht ausschließlich auf Angaben der Aufklärungsdienste verlassen, hieß es. „Die nationalen technischen Mittel können die Kontrollen aus erster Hand nicht ersetzen“, stellte er fest.

    Der Senator betonte auch die Notwendigkeit für beide Länder, nach Möglichkeiten für einen weiteren Dialog im Sicherheitsbereich zu suchen.

    Der 1991 unterzeichnete Start-1-Vertrag läuft am 5. Dezember 2009 ab. Im Vertrag wurden gleiche Limits für die Zahl der nuklearen Gefechtsköpfe und der entsprechenden Trägermittel sowie Einschränkungen für das Gewicht der ballistischen Raketen vorgeschrieben.

    Am 6. Dezember 2001 erklärten Russland und die USA, dass ihre Länder die Start-1-Verpflichtungen erfüllt hätten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren