17:56 23 August 2017
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    Moskau besorgt über US-Haltung zum Raketen-Abrüstungsvertrag

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    Russland ist besorgt über die Weigerung der USA, die "Universalisierung" des russisch-amerikanischen Vertrages über die Vernichtung der Kurz- und Mittelstreckenraketen (INF) auf die Tagesordnung der OSZE zu setzen.

    MOSKAU, 05. Dezember (RIA Novosti). Russland ist besorgt über die Weigerung der USA, die "Universalisierung" des russisch-amerikanischen Vertrages über die Vernichtung der Kurz- und Mittelstreckenraketen (INF) auf die Tagesordnung der OSZE zu setzen.

    Auf der jüngsten Sitzung des Außenministerrates der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Madrid "haben wir unseren amerikanischen Partnern vorgeschlagen, diese Initiative zu unterbreiten", sagte Lawrow. Doch die USA hätten den Vorschlag "aus unverständlichen Gründen" abgelehnt, deshalb habe die Initiative beim Außenministerrat nicht die notwendige Unterstützung finden können, sagte der Außenminister weiter.

    Mit dem vor 20 Jahren abgeschlossenen INF-Vertrag haben sich Russland und die USA zum totalen Verzicht auf ballistische Raketen mit einer Reichweite von 500 bis 5 500 Kilometern verpflichtet. Russland plädiert für die Einbindung weiterer Staaten in die INF-Vereinbarung, die sich bis jetzt nur auf Russland und die USA erstreckt, obwohl bereits viele andere Länder Raketen mit mittlerer und kürzerer Reichweite besitzen bzw. bauen.

    Ende Oktober hatten Russland und die USA von der UN-Tribüne in New York alle anderen Staaten aufgerufen, sich dem INF-Vertrag anzuschließen. Laut Lawrow wird sich Russland weiterhin um eine Universalisierung dieses Vertrages bemühen und betrachtet dies als einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Verbreitung von Raketenwaffen.

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