22:16 19 Oktober 2017
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    Raketenabwehr: Gates und Rice bringen keine neuen Vorschläge mit nach Moskau

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    Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Robert Gates bringen er und Außenministerin Condoleezza Rice keine neuen Vorschläge zu den militärpolitischen Gesprächen in Russland mit.

    MOSKAU, 17. März (RIA Novosti). Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Robert Gates bringen er und Außenministerin Condoleezza Rice keine neuen Vorschläge zu den militärpolitischen Gesprächen in Russland mit.

    Gates und Rice treffen am Montag in Moskau zu einem zweitägigen Besuch ein, um mit ihren russischen Amtskollegen Sergej Lawrow und Anatoli Serdjukow internationale Sicherheitsfragen zu besprechen.

    "Meines Erachtens haben wir vieles auf den Verhandlungstisch gelegt. Jetzt liegt es an Russland", sagte Gates.

    Der Pentagon-Chef betonte, er habe keinen großen Optimismus bezüglich eines Durchbruchs in den Verhandlungen über die geplante US-Raketenabwehr in Europa.

    Nach seinen Worten muss Russland entscheiden, ob es ein richtiger Partner sein wolle oder all das Heuchelei ist.

    Die Gespräche der Außen- und der Verteidigungsminister der USA und Russlands über die Raketenabwehr und die Zukunft des Vertrags über die Reduzierung der strategischen Atomwaffen (START-1-Vertrag) und des Vertrags über konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag) finden am Dienstag statt.

    Wie ein ranghoher Mitarbeiter des russischen Außenministeriums zuvor mitgeteilt hatte, bringt die US-amerikanische Seite Vorschläge nach Moskau mit, über die im Oktober bereits gesprochen wurde.

    Ihm zufolge sehen diese Vorschläge die Präsenz von russischen Offizieren in den geplanten US-Raketenabwehranlagen in Polen und Tschechien vor.

    Nach seinen Worten geht es in den Verhandlungen zudem um gemeinsame Initiativen auf dem Gebiet der Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen, um die Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie, um den Kampf gegen den Terrorismus sowie um die internationale und die regionale Sicherheit.

    Beim vorangegangenen Treffen in Moskau hatten die Außen- und die Verteidigungsminister in Bezug auf die umstrittene Raketenabwehr keine Einigung erzielen können.

    Russland lehnt kategorisch die US-Pläne über die Stationierung eines Radars in Tschechien und Abfangraketen in Polen ab und schlägt statt dessen die gemeinsame Nutzung eines Radars in Aserbaidschan und einer in Bau befindlichen Raketen-Frühwarnstation in Armawir (Südrussland) vor.

    Washington begründet seine Pläne über die Raketenabwehrbasen in Europa wegen der wachsenden Gefahr von Raketenangriffen seitens Irans, was in Moskau auf Skepsis stößt. Beide Seiten hatten sich daraufhin geeinigt, die bestehenden Raketengefahren gemeinsam zu analysieren.

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