16:54 19 Juli 2018
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    Venezuela bezeichnet Luftraumverletzung durch US-Militärflugzeug als Provokation

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    Venezuela hält die Verletzung seines Luftraumes durch ein US-Militärflugzeug in der vorigen Woche für eine Provokation.

    MOSKAU, 20. Mai (RIA Novosti). Venezuela hält die Verletzung seines Luftraumes durch ein US-Militärflugzeug in der vorigen Woche für eine Provokation.

    Das sagte der venezolanische Botschafter in Moskau, Navarro Rochas, am Dienstag. Ein Flugzeug der US-Marine sei in der Nähe der venezolanischen Insel La Orchila geflogen, auf der sich eine der Residenzen von Präsident Hugo Chavez befinde, teilte der Botschafter mit.

    Das Pentagon hatte die Verletzung des venezolanischen Luftraums zugegeben. Das Flugzeug sei wegen "vorübergehender Navigationsprobleme" von seiner Flugroute abgekommen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Washington.

    "Wir halten das für eine Provokation", sagte der venezolanische Botschafter. Die beim Bau des US-Flugzeuges verwendeten Technologien seien zu gut, um Navigationsprobleme zuzulassen. Zudem seien die Wetterverhältnisse gut gewesen.

    Dem Botschafter zufolge war eine 60 Mann zählende bewaffnete Formation der kolumbianischen Armee am vergangenen Freitag nach Venezuela eingedrungen. "Das ist eine Reihe von provokativen Ereignissen."

    Eine Operation der kolumbianischen Armee am 1. März dieses Jahres im benachbarten Ecuador hatte beinahe zu einem regionalen Krieg geführt. Das kolumbianische Militär war nach Ecuador eingedrungen und hatte Raul Reyes, ein hochrangiges Mitglied der Guerillagruppe FARC, getötet. Daraufhin warfen Ecuador und Venezuela Kolumbien eine militärische Invasion vor und zogen an der Grenze ihre eigenen Truppen zusammen. Ein kurz danach einberufener Gipfel der südamerikanischen Staaten konnte eine Entspannung herbeiführen.

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