22:40 15 November 2018
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    Raketenschirm: USA wollen weiter mit Polen verhandeln

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    WASHINGTON, 07. Juli (RIA Novosti). Trotz der Absage Polens, die amerikanischen Abfangraketen auf seinem Territorium aufstellen zu lassen, will Washington mit Warschau weitere Verhandlungen führen.

    Das teilte der Sprecher des US-Außenministeriums, Sean McCormack, am Montag in Washington mit. "Wir haben die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen und werden weiter daran arbeiten", äußerte McCormack. Diese Frage sei sowohl für die USA als auch für Polen und die Nato von Bedeutung.

    Am vergangenen Freitag hatte Polens Regierungschef Donald Tusk bekannt gegeben, sein Land lehne die Stationierung der US-Abfangraketen auf seinem Territorium zu den von Washington gestellten Bedingungen ab.

    Die amerikanischen Bedingungen seien für Polen unannehmbar, dennoch sei das Land zu weiteren Gesprächen zu diesem Thema bereit. "Wir wollen reale Garantien haben, dass die Aufstellung der Raketenabwehr-Basis die Sicherheit Polens erhöhen wird", sagte Tusk. Er betonte, Polen betrachte die USA auch weiterhin als seinen wichtigsten Verbündeten und Partner.

    Die USA wollen zehn Abfangraketen in Polen und eine Radaranlage in Tschechien stationieren, um sich angeblich vor einem möglichen Raketenüberfall aus Iran und Nordkorea zu schützen. Russland sieht das US-Raketenabwehrsystem in Osteuropa gegen sich gerichtet und droht, die Basen mit Raketen ins Visier zu nehmen.

    Als Bedingung für die Stationierung der amerikanischen Raketen hatte Polen von den USA Hilfe bei der Modernisierung seiner Armee gefordert. Unter anderem sollten die Kurz- und Mittelstreckenraketen Patriot PAC-3, THAAD oder AMRAAM zur Verfügung gestellt werden.

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