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    Neuer Militärbeauftragter des Kreml bei der Nato? - "Nesawissimaja Gaseta"

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    MOSKAU, 23. Juli (RIA Novosti). Armeegeneral Alexej Maslow, Oberbefehlshaber der russischen Landstreitkräfte, könnte den Posten des militärischen Beauftragten bei der Nato besetzen, schreibt die Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Mittwoch unter Berufung auf eine Quelle in diplomatischen Kreisen.

    Der Quelle zufolge wird der General im August oder September in Brüssel eintreffen. "Dieser Beschluss könnte ein ernster Schritt zur Festigung der russischen militärischen und diplomatischen Vertretung in den Strukturen der Nordatlantikunion werden", hieß es. Die Ernennung "von General Maslow auf diesen Posten zeuge davon, wie sehr Moskau an der Zusammenarbeit mit der Nato interessiert ist". Seit 2002 und bis heute vertritt Vizeadmiral Valentin Kusnezow Russland im Nato-Hauptquartier.

    Der 55 Jahre alte Maslow befehligt seit November 2004 die russischen Landstreitkräfte und ist für Fragen zuständig, die mit dem Übergang zu Berufssoldaten in der Armee und mit der Formierung von ständigen Bereitschaftstruppen (vor allem im Nordkaukasus) verbunden sind.

    Wie der "Nesawissimaja Gaseta" ein Mitarbeiter des Generalstabs sagte, kann und wird die Ernennung dieses oder jenes Generals oder Beamten auf diesen hohen Posten keine bedeutsamen Folgen haben.

    "Jeder von ihnen hat schon immer nur repräsentative Aufgaben ausgeübt und wird es auch weiter tun. Das aber bedeutet eindeutig, dass es dem Neuen verwehrt ist, in Brüssel wie auch immer formulierte eigene Standpunkte und die eigene professionelle Auffassung von Beschlüssen über jede Frage zu behaupten. Was im Kreml beschlossen worden ist, wird auch in jeder Sitzung der Nato-Staaten gesagt werden. Anderes gibt es nicht...

    Deshalb hat es keinen Sinn, zu erwägen, ob es gut oder schlecht sei, dass diesen Posten ein neuer Beamter besetzt. Ein jeder von ihnen wird stets und unter allen Umständen nur entsprechend den vorgeschriebenen Vollmachten und Weisungen aus der Hauptstadt unserer Heimat handeln", stellt der Experte fest.

    Ein anderer Experte sagte der "Nesawissimaja Gaseta" ebenfalls, dass die neue Ernennung keinerlei nennenswerte Veränderungen in den Beziehungen zur Nato bedeute. "Heute spielt die Nato nach wie vor Katz und Maus mit Russland", setzt er fort. Sie stationiere ihre Stützpunkte an der Westgrenze Russlands. Tschechien unterzeichnete bereits mit Washington einen Vorvertrag über die Aufstellung einer US-Radarstation. Polen, wo die US-Abfangraketen stationiert werden sollen, will Tschechien folgen.

    "Ich zweifele keinen Deut daran, dass Moskau letzten Endes seinen Austritt aus dem KSE-Vertrag und die Verlegung seiner Truppenkontingente in die Nähe der neuen Ziele an seiner Grenze bekannt geben wird. In erster Linie der Raketentruppen." Das aber werde eine neue Etappe des Wettrüstens bedeuten, stellte der Experte fest.

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