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    Potentieller Waffenhandel Russlands mit Venezuela auf fünf Milliarden Dollar geschätzt

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    Der Waffenhandel zwischen Russland und Venezuela kann in den kommenden zehn Jahren die Marke von fünf Milliarden US-Dollar erreichen.

    MOSKAU, 23. Juli (RIA Novosti). Der Waffenhandel zwischen Russland und Venezuela kann in den kommenden zehn Jahren die Marke von fünf Milliarden US-Dollar erreichen.

    Diese Meinung äußerte Ruslan Puchow, Direktor des Moskauer Zentrums für Strategie- und Technologieanalyse, am Mittwoch in einem Gespräch mit RIA Novosti.

    Nach seinen Worten hat Venezuela keine Alternative zum Waffenlieferanten Russland. Der europäische Rüstungsmarkt sei für Venezuela praktisch geschlossen. Erstens, weil die europäischen Waffen deutlich teurer sind. Zweitens, weil einige ihrer Teile in den USA hergestellt werden, die ein Waffenembargo gegen Venezuela verhängt haben.

    Dem Experten zufolge will Venezuela bei Russland vor allem die Diesel-U-Boote "Amur" sowie die Flugabwehr-Systeme S-300, Buk und Tor kaufen. Puchow vermutete, dass Venezuela russische Waffen nicht wie bisher mit Bargeld bezahlen, sondern auf Kredit kaufen würde. In Zukunft kämen zudem ein Technologietransfer und der Verkauf russischer Produktionslizenzen an Venezuela in Frage.

    Nach Angaben aus verschiedenen Quellen haben Russland und Venezuela seit 2005 Waffengeschäfte im Wert von zwei bis vier Milliarden US-Dollar abgeschlossen. In dieser Zeit kaufte Venezuela bei Russland 24 Jäger Su-30 MK2, mehr als 50 Mi-Hubschrauber sowie zwölf Flugabwehr-Raketensysteme Tor-M1 und 100 000 Kalaschnikow-Maschinenpistolen. Außerdem einigten sich beide Staaten 2006 auf den Bau einer Kalaschnikow-Produktionsstätte in Venezuela.

    Während seines jüngsten Besuchs in Russland in dieser Woche bekräftigte Chavez die Absicht, die militärische Zusammenarbeit mit Russland weiter auszubauen.

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