21:48 21 August 2017
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    Anschlag auf russische Friedenstruppe: Medwedew fordert Aufklärung

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    Nach dem Bombenanschlag auf das Kommando der russischen Friedenstruppe in Südossetien, bei dem sieben Menschen getötet wurden, hat Präsident Dmitri Medwedew eine Aufklärung gefordert.

    MOSKAU, 05. Oktober (RIA Novosti). Nach dem Bombenanschlag auf das Kommando der russischen Friedenstruppe in Südossetien, bei dem sieben Menschen getötet wurden, hat Präsident Dmitri Medwedew eine Aufklärung gefordert.

    Medwedew beauftragte die russischen Justizbehörden mit einer genauen Ermittlung, teilte das Presseamt des Kreml mit.

    Außerdem ordnete der russische Staatschef verstärkte Sicherheitsvorkehrungen in Südossetien und Abchasien an. Das russische Verteidigungsministerium solle in Kooperation mit Militär- und Sicherheitsstrukturen der beiden Kaukasus-Republiken alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um weitere Verbrechen gegen die Friedenssoldaten und die Zivilisten zu verhindern, hieß es.

    Am Freitag waren bei der Explosion einer Autobombe vor dem Gebäude des Kommandostabs der russischen Friedenssoldaten in der südossetischen Hauptstadt Zchinwali sieben Menschen, darunter der Stabschef Iwan Petrik, getötet worden.

    Die südossetische Regierung beschuldigte Georgien, hinter dem Attentat zu stehen. Die russische Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen Terrorismus auf. Der Sprecher des Ermittlungskomitees der russischen Staatsanwaltschaft ließ wissen, den Ermittlern lägen Hinweise vor, dass der Anschlag von georgischen Geheimdiensten organisiert worden war.

    Südossetien hatte sich nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 in einem Unabhängigkeitskrieg von Georgien gelöst. Am 26. August wurde Südossetien und der andere kaukasische De-facto-Staat, Abchasien, von Russland offiziell anerkannt. Der Anerkennung war ein Überfall der georgischen Armee auf Südossetien am 8. August vorausgegangen, der Hunderten Zivilisten und Dutzenden russischen Friedenssoldaten das Leben kostete und nur mit Hilfe der russischen Truppen abgewehrt werden konnte. Georgien brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen mit Russland ab.

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