08:40 21 August 2017
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    Russland, Kasachstan und Aserbaidschan nehmen Auto-Mafia ins Visier

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    SOTSCHI, 23. Oktober (RIA Novosti). Die Innenminister der drei GUS-Staaten Russland, Kasachstan und Aserbaidschan haben sich zum gemeinsamen Kampf gegen den illegalen Handel mit geklauten Autos entschlossen.

    Die Innenminister der drei Staaten unterschrieben am Donnerstag in Sotschi entsprechende Dokumente über die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet.

    Dem russischen Innenminister Nursultan Nurgalijew zufolge wurde damit ein weiterer Schritt zu einer gemeinsamen Lösung dieses Problems im GUS-Raum gemacht.

    Die Seiten vereinbarten, Geldströme zu verfolgen, falls der Verdacht besteht, dass sie von einem

    Autodiebstahl stammen, Lieferkanäle für geklaute Wagen über die Grenzen zu sperren und die Geldwäsche zu verhindern.

    Wie der Exekutivsekretär der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Sergej Lebedew, in der Sondersitzung mitteilte, belegt der Autodiebstahl in Bezug auf die Gewinne den dritten Platz nach dem Waffen- und Drogenhandel.

    Nurgalijew zufolge bedroht der kriminelle Autohandel in der globalisierten Welt ernsthaft die Sicherheit, wirtschaftliche und soziale Stabilität vieler Staaten.

    Nach Interpol-Angaben werden bis zu 40 Prozent der in Westeuropa gestohlenen Fahrzeuge in GUS-Staaten verkauft. Außerdem verwenden die Verbrecher zunehmend High-Tech beim Knacken der Alarmanlage.

    Der Schaden durch den kriminellen Autohandel beträgt Dutzende Millionen Dollar. Nach Angaben des russischen Innenministeriums wurden allein in Russland von 2005 bis 2007 über 2000 gestohlene Auslandswagen entdeckt.

    In den ersten neun Monaten 2008 wurden in Russland über 30 Banden zerschlagen, die insgesamt 150 Autodiebe zählten und von vier Mafiabossen geleitet wurden. Vom Januar bis September wurden 36 Schwerlastkraftwagen sowie Bau-, Montage- und Landwirtschaftstechnik gestohlen, in 15 Fällen davon mit Waffengewalt.

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