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    Wiederaufnahme von Russland-NATO-Rat 2008 kaum wahrscheinlich - Rogosin

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    BRÜSSEL, 23. Oktober (RIA Novosti). Der Russland-NATO-Rat wird seine Tätigkeit nach Worten des russischen NATO-Botschafters Dmitri Rogosin bis Jahresende kaum wieder aufnehmen.

    "Aktivitäten des Rates sind eingefroren. Man wird warten müssen, bis in den USA eine neue Administration gebildet worden ist", sagte Rogosin am Donnerstag vor der Presse in Brüssel. Er sprach sich dafür aus, dass Sitzungen der Russland-NATO-Rates auf der Außenministerebene wieder aufgenommen werden. Ein niedrigeres Niveau würde nichts nützen. Dabei solle man von diplomatischen zu politischen Handlungen übergehen. Der Rat sei nicht um des Protokolls willen da, sondern für die Annahme operativer Beschlüsse, sagte Rogosin.

    In dieser Woche hatte der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Armeegeneral Nikolai Makarow, gesagt, dass der Russland-NATO-Rat seine Tätigkeit möglicherweise noch in diesem Jahr wieder aufnimmt. "Damit verbundene Fragen wurden mit dem US-Generalstabschef, Admiral Michael Mullen, erörtert. Ich denke, dass die Entscheidung im November oder Dezember getroffen wird. Jetzt ist die amerikanische Seite am Zug", sagte Makarow am Dienstag in Moskau nach einem Treffen mit Mullen in der finnischen Hauptstadt Helsinki.

    Im Prozess der Wiederaufnahme der Kontakte auf der Ebene des Russland-NATO-Rates sollten laut Makarow die Interessen Russlands und der USA mit berücksichtigt werden.

    Die Beziehungen zwischen Russland und den USA waren nach dem Fünf-Tage-Krieg zwischen Russland und Georgien stark belastet worden. Nach dem Angriff Georgiens auf Südossetien und der Zerstörung seiner Hauptstadt Zchinwali musste Russland zum Schutz seiner Friedenssoldaten und der friedlichen Bevölkerung reguläre Truppen in die Republik verlegen.

    Die NATO warf Russland eine "unangemessene Gewaltanwendung" in Georgien vor und stellte auf Drängen der USA die militärische Kooperation mit Russland auf allen Ebenen bis auf Weiteres ein. Ein weiterer Streitpunkt ist der geplante Bau eines amerikanischen Raketenabwehrsystems in Tschechien und Polen.

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