21:11 13 Dezember 2018
SNA Radio
    Militär

    Iskander als optimale Antwort auf US-Raketenschild in Europa

    Militär
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Die Aufstellung der Raketensysteme Iskander in der Ostsee-Exklave Kaliningrad wäre laut dem Militärexperten Anatoli Zyganjuk die optimale Antwort auf den geplanten US-Raketenschild in Europa.

    MOSKAU, 05. November (RIA Novosti). Die Aufstellung der Raketensysteme Iskander in der Ostsee-Exklave Kaliningrad wäre laut dem Militärexperten Anatoli Zyganjuk die optimale Antwort auf den geplanten US-Raketenschild in Europa.

    Die USA wollen eine Radaranlage in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen stationieren. Der russische Präsident Dmitri Medwedew kündigte in seiner Jahresbotschaft an das Parlament an, dass Russland zur Neutralisierung des amerikanischen ABM-Schildes in Kaliningrad Iskander-Raketen stationieren würde.

    Bei einer Aufstellung in Kaliningrad würden die Iskander-Raketen (Reichweite 500 km) laut Ziganjuk Russland die Möglichkeit bieten, das gesamte Territorium Polens und zum Teil auch Deutschland und Tschechien zu kontrollieren, sagte Ziganjuk, Leiter des Zentrums für Militärprognose, am Mittwoch zu RIA Novosti. Das würde die heißen Köpfe im Baltikum abkühlen, wo die russlandfeindlichen Stimmen und Appelle zu Gunsten der Stationierung der Raketenabwehr immer lauter werden.

    Auf die US-Pläne könnte Russland auch mit dem Bau von Raketenbunkern oder mit dem Einsatz von Bombenflugzeugen antworten, urteilte Ziganjuk. Doch Iskander wäre aus wirtschaftlicher wie auch aus militärischer Sicht die optimale Lösung.

    Dem Experten stimmte der Vize-Chef des Auswärtigen Duma-Ausschusses Leonid Sluzki bei: Die Aufstellung der Iskander-Systeme wäre eine angemessene Antwort auf die US-Raketenabwehr. "Die USA und die Nato kesseln Russland mit Raketenabwehr-Basen ein. Diese Politik schafft neue Trennlinien und neue Gefahren in Europa", kritisierte er.

    Bei Iskander (Nato-Code: SS-26 Stone) handelt es sich um eine hochpräzise Rakete, die Ziele in einer Entfernung zwischen 50 und 500 Kilometer bekämpfen kann. Die Rakete wurde unter Einsatz der Tarnkappen-Technologien gebaut und ist für Radare schwer lokalisierbar. Während des Flugs führt die Rakete zudem komplizierte Manöver aus, die sie noch schwerer orten lassen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren