20:43 15 November 2018
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    Unfall im Pazifik: Havariertes Atom-U-Boot heißt Nerpa

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    Beim U-Boot, wo bei einem Unfall am Samstag mehr als 20 Menschen getötet wurden, handelt es sich um das Atom-U-Boot "Nerpa", das seit Oktober im Pazifik getestet wurde. Das teilte ein ranghoher Vertreter der Schiffswerft Amur (Komsomolsk am Amur) RIA Novosti mit. Nach seinen Worten befanden sich zu dem Zeitpunkt des Unfalls führende Ingenieure der Werft an Bord.

    MOSKAU, 09. November (RIA Novosti). Beim U-Boot, wo bei einem Unfall am Samstag mehr als 20 Menschen getötet wurden, handelt es sich um das Atom-U-Boot "Nerpa", das seit Oktober im Pazifik getestet wurde.

    Das teilte ein ranghoher Vertreter der Schiffswerft Amur (Komsomolsk am Amur) RIA Novosti mit. Nach seinen Worten befanden sich zu dem Zeitpunkt des Unfalls führende Ingenieure der Werft an Bord.

    Der Unfall ereignete sich in russischen Hoheitsgewässern im Japanischen Meer. Laut Marinesprecher Igor Dygalo war bei einer Probefahrt das Feuerwehr-System plötzlich losgegangen. Der Atomreaktor wurde nach den offiziellen Angaben nicht beschädigt. An Bord waren insgesamt 208 Insassen. 21 Verletzte konnten bereits evakuiert worden.

    Das U-Boot ist derzeit auf Weg zu seinem Hafen in der russischen Fernost-Region Primorje und wird vom großen U-Boot-Abwehrschiff „Admiral Tribuz" und dem Rettungsschiff „Sajany" begleitet.

    Das Atom-U-Boot "Nerpa" des Projekts 971 "Schtschuka-B" (Nato-Code: "Akula") war Ende Oktober zu einer Probefahrt in den Pazifik ausgelaufen und absolvierte vorige Woche erfolgreich seinen ersten Tauchgang.

    Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt bei einer maximalen Tauchtiefe von 600 Meter 30 Knoten. Die 73-köpfige Besatzung kann 100 Tage lang autonom fahren. Das Atom-U-Boot ist mit vier 533-mm-Torpedorohren und mit vier 650-mm-Torpedorohren ausgerüstet.

    Die „Nerpa" war 1991 auf Kiel gelegt worden und soll nach Angaben indischer Medien für zehn Jahre an Indien verleast werden.

    Der schwerste Unfall auf einem russischen Atom-U-Boot war der Untergang der „Kursk" im August 2000 in der Barentssee. Damals waren 118 Menschen ums Leben gekommen.

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