22:10 21 Juni 2018
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    Russland setzt trotz Unglücks Testfahrten mit Atom-U-Boot fort

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    Trotz des Zwischenfalls auf dem Atom-U-Boots "Nerpa" am 8. November, wobei 20 Menschen ums Leben kamen, sollen die Testfahrten fortgesetzt und spätestens im März 2009 abgeschlossen werden.

    WLADIWOSTOK, 21. November (RIA Novosti). Trotz des Zwischenfalls auf dem Atom-U-Boots "Nerpa" am 8. November, wobei 20 Menschen ums Leben kamen, sollen die Testfahrten fortgesetzt und spätestens im März 2009 abgeschlossen werden.

    Das schreibt die Zeitung "Kommersant" am Freitag unter Hinweis auf eine Quelle in der russischen Pazifikflotte.

    Das Brandlöschsystem des U-Boots hatte sich auf einer Testfahrt im Japanischen Meer aus bisher unbekannten Gründen eingeschaltet und die Chemikalie Freon freigesetzt. Im Ergebnis starben drei Militärs und 17 Experten.

    Während des tödlichen Zwischenfalls befanden sich an Bord des U-Boots insgesamt 208 Menschen, davon 81 Militärs.

    Laut einer Untersuchung hatte der Matrose Dmitri Grobow das Brandlöschsystem ohne jeglichen Grund eingeschaltet. Nach Einleitung eines Strafverfahrens drohen ihm sieben Jahre Freiheitsentzug.

    "Die staatliche Kommission, die die Ursachen des Unglücks ermittelt, ist bisher zu endgültigen Schlüssen nicht gekommen. Aber ungeachtet dessen werden die Erprobungen des Atom-U-Boots fortgesetzt", betont das Blatt.

    Die Sprecherin des Schiffbauwerkes Amur (Komsomolsk am Amur), Marina Radajewa, hatte RIA Novosti zuvor mitgeteilt, dass die Werkleitung die Übergabemannschaft nicht austauschen wolle, und die Testfahrten nach Abschluss der Ermittlungen wieder aufgenommen werden.

    Der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Armeegenaral Nikolai Makarow, verkündete, dass das Atom-U-Boot nach dem Abschluss der Testfahrten in den Dienst der russischen Flotte gestellt werde. Ursprünglich sollte die "Nerpa" an die indische Marine verpachtet werden.

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