18:54 22 August 2017
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    Neuer US-Botschafter in Moldawien fordert Abzug russischer Truppen aus Transnistrien

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    TIRASPOL, 24. November (RIA Novosti). Die USA unterstützen laut ihrem neuen Botschafter in Moldawien, Asif Chaudhry, eine friedliche Beilegung des Transnistrien-Konfliktes, bestehen jedoch weiterhin auf dem Abzug der russischen Truppen aus der Region.

    Die Beilegung des Konfliktes müsse auf der Grundlage der territorialen Einheit Moldawiens erfolgen, sagte Chaudhry am Montag bei einem Besuch in der von Moldawien abtrünnigen Provinz Transnistrien. Parallel dazu müsse Russland seine Militärpräsenz abbauen, forderte der US-Botschafter. Das bisherige Verhandlungsformat "Fünf plus Zwei" ist ihm zufolge am besten geeignet, um diesen Konflikt beizulegen. 

    In Transnistrien traf Chaudhry mit dem Präsidenten dieser nicht anerkannten Republik Igor Smirnow sowie mit Parlamentschef Jewgeni Schewtschuk und Außenminister Wladimir Jastrbtschak zusammen.

    Transnistrien ist der östlich des Dnjestrs gelegene Teil Moldawiens. Nach der Unabhängigkeit Moldawiens 1991 erklärte auch das mehrheitlich von Russen und Ukrainern bewohnte Transnistrien seine Unabhängigkeit, da die Eingliederung Moldawiens in Rumänien im Raum stand. Der Streit mit der moldawischen Regierung mündete in einen militärischen Konflikt, der durch die Vermittlung Russlands beigelegt werden konnte.

    Heute ist Transnistrien (offiziell als "Transnistrische Moldawische Republik") de facto ein autonom agierender, international aber nicht anerkannter Staat innerhalb Moldawiens. Bei einem Referendum 2006 stimmten 97 Prozent der Bürger für die Unabhängigkeit des Gebietes.

    Internationale Friedenskräfte sichern seit 1992 den Waffenstillstand in Transnistrien. Zurzeit bestehen sie aus Truppenkontingenten Russlands (385 Soldaten), Moldawiens (403 Soldaten) und Transnistriens (411 Soldaten). Seit 1998 beteiligen sich auch zehn ukrainische Beobachter an der Friedensmission.

    Außerdem befindet sich in Transnistrien eine 1500köpfige russische Truppe, die neben der Friedensmission auch die Munitionslager bewacht, die dort nach dem Zerfall der Sowjetunion geblieben sind.

    Im Februar 2006 wurden die Verhandlungen über die Lösung des Transnistrien-Streits im Format "Fünf plus Zwei" unter Teilnahme internationaler Vermittler (Moldawien, Transnistrien, Russland, Ukraine, OSZE sowie als Beobachter die EU und die USA) ausgesetzt, in der letzten Zeit werden jedoch Versuche unternommen, sie wieder zu beleben.

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