07:37 26 September 2017
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    Finanzkrise: Russland reduziert Raketenstreitkräfte

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    Die Zahl der Raketendivisionen der strategischen Raketentruppen Russlands wird bis 2016 von den jetzigen zwölf auf neun reduziert.

    MOSKAU, 01. Dezember (RIA Novosti). Die Zahl der Raketendivisionen der strategischen Raketentruppen Russlands wird bis 2016 von den jetzigen zwölf auf neun reduziert.

    Das teilte General Nikolai Solowzow, Chef der strategischen Raketentruppen, vor Journalisten mit.

    Diese Truppen bilden die Basis der strategischen Nuklearkräfte Russlands, schreibt die Tageszeitung "Wedomosti" am Montag. Wie der General feststellte, werden bis zum 1. Januar 2016 eine Raketenarmee und drei Raketendivisionen aufgelöst. Zwei Armeen und neun Divisionen werden weiter bestehen.

    Darüber hinaus werden die strategischen Raketentruppen ihre einzige Militärakademie sowie eines der insgesamt vier Ausbildungszentren und eines der drei Arsenale abschaffen. Diese Kürzungen sind von einem von Präsident Dmitri Medwedew im September gebilligten Plan zur Reformierung der Streitkräfte vorgesehen.

    "Die Entwicklung und die täglichen Aktivitäten der Strategischen Raketentruppen werden in den nächsten Jahren angesichts der globalen Finanzkrise ressourcenmäßig eingeschränkt", zitiert die Nachrichtenagentur RIA Novosti General Solowzow. Die Truppen würden aber ihre Gefechtsbereitschaft weiterhin aufrechterhalten und ihre Aufgabe zur strategischen Abschreckung erfüllen.

    Fortgesetzt wird auch die Modernisierung: Schon im nächsten Jahr soll die erste Division auf dem Stützpunkt Tejkowo mit mobilen Komplexen mit der neuen Rakete des Typs RS-24 ausgerüstet werden.

    Wie Jewgeni Mjasnikow, Experte des Zentrums für das Studium von Abrüstungsproblemen, feststellte, war der Abbau der Raketentruppen unvermeidlich, weil die Nutzungsdauer eines Teils der Raketen des Typs Topol, UR-100 N UTTCh und R-36M2 (im Westen unter der Bezeichnung "Satan" bekannt) nahezu erschöpft ist.

    Die Gesamtzahl der stationierten strategischen Raketen wird von den jetzigen mehr als 400 mindestens um die Hälfte verringert, prognostizierte der Experte.

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