13:11 26 September 2017
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    Software des Brandlöschsystems von U-Boot "Nerpa" wird Begutachtung unterzogen

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    Die staatliche Ermittlungskommission, die sich mit dem Zwischenfall auf dem Atom-U-Boot "Nerpa" befasst, hat die Software des Brandlöschsystems des U-Bootes zur Begutachtung gegeben, um die Eignung des Systems für den weiteren Einsatz in U-Booten zu überprüfen.

    CHABAROWSK, 1. Dezember (RIA Novosti). Die staatliche Ermittlungskommission, die sich mit dem Zwischenfall auf dem Atom-U-Boot "Nerpa" befasst, hat die Software des Brandlöschsystems des U-Bootes zur Begutachtung gegeben, um die Eignung des Systems für den weiteren Einsatz in U-Booten zu überprüfen.

    Das teilte ein Vertreter des Schiffbauwerkes Amur (Ferner Osten), in dem die "Nerpa" gebaut worden war, am Montag RIA Novosti mit.

    Anfang November schaltete sich auf der "Nerpa" bei See-Erprobungen im Japanischen Meer das automatische Feuerlöschsystem ungewollt ein. Das System erstickt ausbrechendes Feuer, indem es Freon versprüht. Durch das Auslösen des Systems, das die Menschen an Bord unvorbereitet traf, starben 20 Seeleute und Techniker an Freonvergiftung.

    "Die Software des Brandlöschsystems des U-Bootes wird an einem Moskauer Forschungsinstitut einer unabhängigen Begutachtung unterzogen, wonach entschieden wird, ob sich dieses System eingesetzt werden darf oder ernsthaft vervollkommnet werden muss", sagte der Vertreter des Werkes.

    Wie er erläuterte, bezeichnen viele Experten das System als unvollkommen. Es funktioniere in jedem Raum praktisch autonom und der U-Boot-Kommandant habe keine allgemeine Vorstellung davon, was auf dem Boot geschehe.

    Vor dem Einschalten des Brandlöschsystem müssen neun Zahlenkombinationen eingegeben werden. Die neunte dieser Kombinationen löst das Brandlöschsystem aus, das Warnsignal wird gegeben, das bedeutet für die Mannschaft, Schutzmasken anlegen, und Freon wird erst danach versprüht.

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass ein Matrose bezichtigt worden sei, das Brandlöschsystem irrtümlich ausgelöst zu haben.

    Die Ermittlungskommission prüft verschiedene Versionen des Zwischenfalls. Darunter auch eine eventuelle technische Störung im U-Boot. Das Boot wurde bisher noch nicht an die Flotte übergeben

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