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    Nach Obamas Amtsantritt: US-Luftwaffe bangt um Superjäger F-22 - "Wedomosti"

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    Der einzige in Serie hergestellte und bislang teuerste US-Kampfjet, F-22, könnte den Kürzungen des Rüstungsetats Washingtons zum Opfer fallen, schreibt die Zeitung "Wedomosti" am Freitag.

    MOSKAU, 23. Januar (RIA Novosti). Der einzige in Serie hergestellte und bislang teuerste US-Kampfjet, F-22, könnte den Kürzungen des Rüstungsetats Washingtons zum Opfer fallen, schreibt die Zeitung "Wedomosti" am Freitag.

    Die Lobbyisten der US-amerikanischen Raum- und Luftfahrtindustrie versuchen, unter Verweis auf die Leistungen der russischen Verteidigungsindustrie den neuen Präsidenten Barack Obama zu beeinflussen.

    John Cornyne, stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses des US-Senats für die Luftstreitkräfte, schrieb einen Brief an Obama mit der Bitte, noch vor Beginn des neuen Finanzjahres (1. März) die Frage nach der weiteren Produktion von F-22-Maschinen (180 Millionen Dollar je Stück) zu lösen.

    Die US-Luftwaffe hatte nur 183 Flugzeuge in Auftrag gegeben. Der vorher gefasste Beschluss über die Bestellung zusätzlicher Flugzeuge wurde im Herbst vom Pentagon bis zur Annahme durch den neuen Präsidenten aufgeschoben.

    Laut Medien sind an Obama bereits zwei Sammelschreiben zum gleichen Thema gerichtet worden: von 188 Kongressmitgliedern und 44 Senatoren.

    Cornyne schreibt, dass von der Beibehaltung des Auftrags über das F-22 nicht nur 25 000 Arbeitsplätze für hochqualifizierte Fachleute abhängen würden, sondern es auch um die Dominanz der US-Luftstreitkräfte gehen, was in Anbetracht der weltweiten Verbreitung der neuesten russischen Fla-Raketenkomplexe S-300 PMU-2 Favorit und S-400 Triumph besonders wichtig sei. Der Grund: Nur F-22-Maschinen könnten sie effektiv bekämpfen.

    Eine weltweite Verbreitung der teuren Luftverteidigungssysteme Favorit und Triumph gebe es nicht und sei auch nicht zu erwarten, während die Möglichkeiten der US-Luftstreitkräfte ausreichen würden, die Überlegenheit über jeden Gegner auch ohne die F-22-Jäger zu erreichen, entgegnet ihm Konstantin Makijenko, Experte des Zentrums für Strategien- und Technologienanalyse (Moskau).

    Dass die US-amerikanischen Lobbyisten den F-22 in Schutz nähmen, sei logisch, sagt Michail Barabanow, Wissenschaftsredakteur der Zeitschrift "Export Wooruschenij" (Waffenexport). Das Projekt könnte angesichts der Krise durchaus geschlossen werden, und das Schicksal gerade dieses Programms müsse zeigen, wie die Verteidigungspolitik des neuen Präsidenten aussehen werde.

    Neben dem Superjäger könnten auch andere kostspielige Pentagon-Programme gefährdet werden: die Raketenabwehr, die Entwicklung weiterer Waffen für die Kriegsflotte und die Luftwaffe, prognostiziert der Experte.

    Der ganze Jahreshaushalt der russischen Luftstreitkräfte für den Kauf, die Modernisierung und die Entwicklung von Flugzeugen beläuft sich auf 1,5 Milliarden Dollar.

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