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    Verteidigungsministerium: Iskander-Raketen in Kaliningrad vorerst nur Projekt-MEHR

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    Im russischen Verteidigungsministerium hält man es für verfrüht, irgendwelche Erklärungen bezüglich einer möglichen Stationierung von Raketenkomplexen vom Typ Iskander im Gebiet Kaliningrad (russische Exklave an der Ostsee) abzugeben.

    MOSKAU, 28. Januar (RIA Novosti). Im russischen Verteidigungsministerium hält man es für verfrüht, irgendwelche Erklärungen bezüglich einer möglichen Stationierung von Raketenkomplexen vom Typ Iskander im Gebiet Kaliningrad (russische Exklave an der Ostsee) abzugeben.

    "Die mögliche Iskander-Stationierung im Gebiet Kaliningrad ist lediglich ein Projekt des Generalstabes der russischen Streitkräfte und keine faktische Handlung. Das Verteidigungsministerium hat keine praktischen Maßnahmen zur Iskander-Stationierung im Westen des Landes ergriffen", sagte ein ranghoher Vertreter des Ministeriums gegenüber RIA Novosti.

    Ihm zufolge teilten einige Medien am Mittwoch mit, dass Russland die Arbeiten an der Entfaltung von operativ-taktischen Raketenkomplexen Iskander im Gebiet Kaliningrad als Antwort auf die Stationierung der Objekte des US-Raketenabwehrsystems in Europa ausgesetzt hatte.

    "Zur Aufgabe des Generalstabes gehört die Ausarbeitung verschiedener Antworten auf unterschiedlichste Bedrohungen für die Sicherheit des Staates, einschließlich einer Invasion von Marsbewohnern und Insekten.

    Der Generalstab erarbeitet natürlich auch eine Antwort auf die mögliche Stationierung der Raketenabwehr in Europa. Aber es ist nicht korrekt und verfrüht, über praktische Maßnahmen zur Realisierung dieser Pläne oder über deren Aussetzung zu sprechen", betonte der Gesprächspartner gegenüber der Nachrichtenagentur.

    Er verwies darauf, dass es für die Entfaltung von Raketenkomplexen notwendig ist, als Minimum eine Abteilung aufzustellen, sie zu bewaffnen und auszubilden, Übungsstarts vorzunehmen und ein Territorium für all das vorzubereiten.

    "Bisher wurde keines dieser Elemente realisiert", sagte der Vertreter des Ministeriums.

    Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat am 5. November in der Botschaft an die Föderalversammlung (Oberhaus des Parlaments) mitgeteilt, dass Russland als Antwort auf das US-Raketenabwehrsystem in Europa im Gebiet Kaliningrad Raketenkomplexe Iskander stationieren und die funkelektronische Störung der Elektronik der Raketenabwehr verwirklichen könne.

    Diese Erklärung löste eine scharfe Reaktion im Westen aus.

    Der neuartige operativ-taktische Raketenkomplex Iskander kann Ziele in einer Entfernung von bis zu 500 Kilometern vernichten.

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