23:04 22 Oktober 2017
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    Nato erwartet von Moskau Verzicht auf Raketenaufstellung in Kaliningrad

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    Die Nato würde einen Verzicht Russlands auf die Aufstellung seiner Raketen in der Ostsee-Exklave Kaliningrad begrüßen, sagte Nato-Sprecher James Appathurai.

    BRÜSSEL, 28. Januar (RIA Novosti). Die Nato würde einen Verzicht Russlands auf die Aufstellung seiner Raketen in der Ostsee-Exklave Kaliningrad begrüßen, sagte Nato-Sprecher James Appathurai.

    Damit kommentierte er Medienberichte, denen zufolge Russland die Vorbereitungen für eine Aufstellung seiner Iskander-Raketen in Kaliningrad ausgesetzt habe.

    "Eine solche Entscheidung, wenn sie bestätigt würde, wäre ein positiver Schritt", sagte Appathurai am Mittwoch in Brüssel. Auf den geplanten US-Raketenschild angesprochen, sagte Appathurai, er habe keine Hinweise darauf, dass die neue amerikanische Administration auf die Stationierung dieses Systems verzichten wolle.

    Die USA wollen eine Radaranlage in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen stationieren, um sich angeblich vor einem Raketenüberfall aus Iran zu schützen. Die geplante Radaranlage soll im tschechischen Brdy stationiert werden und das russische Territorium bis zum Ural-Gebirge abtasten können.

    Der russische Präsident Dmitri Medwedew drohte im vergangenen November, in der Ostsee-Exklave Kaliningrad die neusten Kurzstreckenraketen Iskander (Reichweite bis 500 Kilometer) aufzustellen, um das amerikanische Abwehrsystem im Kriegsfall neutralisieren zu können. Später räumte Medwedew ein, dass Russland von der Aufstellung der Iskander-Raketen absehen würde, wenn die USA ihre ABM-Pläne für Osteuropa aufgäben.