04:06 17 Oktober 2017
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    Wirrwarr um russischen Soldaten: Doch Fahnenflucht nach Georgien?

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    Im Skandal um den russischen Soldaten Alexander Gluchow, der in Georgien um Asyl gebeten haben soll, verdichten sich die Hinweise auf eine Fahnenflucht - bisher sprach das russische Armeekommando von einer Verschleppung.

    MOSKAU, 29. Januar (RIA Novosti). Im Skandal um den russischen Soldaten Alexander Gluchow, der in Georgien um Asyl gebeten haben soll, verdichten sich die Hinweise auf eine Fahnenflucht - bisher sprach das russische Armeekommando von einer Verschleppung.

    „Die Untersuchung hat ergeben, dass Gluchow den Standort seiner Einheit unerlaubt verlassen hat. Warum er das getan hat, muss noch geklärt werden“, sagte ein Mitglied der Untersuchungskommission am Donnerstag zu RIA Novosti. Die Kommission ermittelt in Südossetien, wo die Einheit stationiert ist.

    Es werde unter anderem geprüft, ob der Zwischenfall auf persönliche Motive, Schwierigkeiten in der Einheit oder den „Gesundheitszustand“ des Soldaten zurückzuführen sein könnte, hieß es.

    Am Vortag hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, Gluchow sei ein guter Soldat gewesen und habe zuvor gegen keinerlei Dienstvorschriften verstoßen. Offenbar sei der Sergeant nach Georgien verschleppt und zum Asylgesuch durch psychologischen Druck und Drohungen gezwungen worden, erklärte das russische Armeekommando kurz nach dem Zwischenfall.

    Das georgische Innenministerium hatte am Dienstag ein Video veröffentlicht, auf dem Gluchow behauptet, von seiner Militäreinheit im südossetischen Achalgori geflüchtet zu sein. Er bittet den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili um politisches Asyl.