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    US-Basis vor dem Aus: Moskau gewinnt verlorenes Terrain zurück - Russlands Presse

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    MOSKAU, 05. Februar (RIA Novosti). Die OVKS-Staaten haben den Aufbau von gemeinsamen Eingreiftruppen (KSOR) vereinbart. Darüber schreibt die Internet-Zeitung „Gazeta.Ru“ und Tageszeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

    Diese Truppen sollen größtenteils in Russland stationiert werden, doch können einige Truppenteile auf dem kirgisischen Luftwaffenstützpunkt Manas stationiert werden. Diese Basis wird zurzeit zwar von der US-Armee benutzt, doch Kirgisien will die Amerikaner per Gesetz dazu zwingen, den Stützpunkt zu verlassen.

    Politologen vertreten die Meinung, dass dies ein Zeichen dafür sei, dass Moskau mit Washington neue Vereinbarungen zum Transittransport für den Afghanistan-Einsatz erzielen will.

    Wie der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin sagte, könne der US-Stützpunkt nach seiner Schließung für die KSOR-Truppen genutzt werden, was auch Experten für möglich halten würden.

    Wladimir Jewsejew, Mitarbeiter des Zentrums für internationale Sicherheit, ist der Meinung, dass der Stützpunkt in Kirgisien keine vollwertige Basis, sondern eine rückwärtige Basis sei. Sollten die Amerikaner jedoch die technische Einrichtung des Stützpunkts komplett mitnehmen, würde man dazu gezwungen sein, diese Basis komplett umzurüsten, gibt der Experte zu bedenken.

    Der Politologe Fjodor Lukjanow vertritt die Auffassung, dass die Schließung des US-Stützpunkts in Manas und Moskaus üppige Finanzhilfe an Kirgisien eine Warnung an Washington sei: In diesem Teil Eurasiens sei nichts ohne die Mitsprache Russlands zu erreichen. In Moskau gehe man zudem davon aus, dass der verlorene Luftwaffenstützpunkt die USA dazu bewegen könnte, eine neue Transit-Vereinbarung mit Russland für den Afghanistan-Einsatz zu schließen.

    „Die Schließung des Stützpunkts in Manas ist eine Entscheidung Bischkeks, sie hat daher keinerlei Auswirkung auf die Zusammenarbeit Moskaus mit den USA bei der Afghanistan-Frage“, hieß es aus dem Kreml.

    „Russland geht davon aus, dass die Zusammenarbeit Washingtons mit Moskau in dieser Region alternativlos ist“, so Lukjanow. „Die Ausweitung der Kampfhandlungen in Afghanistan setzt eine verstärkte logistische und rückwärtige Unterstützung voraus. Pakistan als ein Transitland ist absolut unzuverlässig, die Lage dort scheint immer bedrohlicher zu werden.

    Nun aber will der Kreml vor Augen führen, dass eine Zusammenarbeit mit den zentralasiatischen Staaten ein Einverständnis Russlands benötigt, dabei handelt es sich nicht nur um die Fragen regionaler, sondern auch globaler Tragweite“, so Lukjanow zusammenfassend.

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