02:07 26 September 2017
SNA Radio
    Militär

    US-Basis vor Aus? Kirgisien manövriert zwischen Russland und USA - "Kommersant"

    Militär
    Zum Kurzlink
    0 1 0 0
    MOSKAU, 09. Februar (RIA Novosti). Kirgisiens Behörden haben ihre Absicht bestätigt, den US-Luftwaffenstützpunkt Manas zu schließen, schreibt die russische Zeitung "Kommersant" am Montag.

    Doch es wäre verfrüht, sie als für die USA als verloren zu betrachten. Im Weißen Haus besteht man darauf, dass über die neuen Bedingungen für die Pacht der US-Militärbasis weiter verhandelt werde. Bischkek zeigt seine Bereitschaft, mit den USA in Afghanistan zusammenzuarbeiten, was als Zeichen ausgelegt werden könnte, weiter um die Basis zu feilschen.

    Die Kündigung des Abkommens über den Luftstützpunkt könnte in den Parlamentsausschüssen schon heute erörtert werden. Doch trotz der dezidierten Erklärungen der Landesführung wird in Kirgisien die Möglichkeit von künstlichen Verzögerungen im Parlament nicht ausgeschlossen.

    Nach Ansicht von Beobachtern wird ein Ende des Pokers um den Luftstützpunkt der Amerikaner direkt mit der Kirgisien von Moskau versprochenen Finanzhilfe zusammenhängen. Demnach sollen 450 Millionen aus Russland bis zum 30. April an Kirgisien gehen.

    Aber Beobachter lassen die Möglichkeit zu, dass sich Präsident Kurmanbek Bakijew um maximale Garantien des baldigsten Erhalts der besagten Summe bemühen werde. Dazu muss er einen wirksamen Druckhebel gegenüber Moskau in der Hand haben, denn im Falle des Bruchs des Abkommens mit den USA würde er in volle Abhängigkeit vom Kreml geraten.

    Laut "Washington Times" nimmt man in den USA an, dass Bischkeks Entscheidung durch den Wunsch nach einem höheren Pachtpreis für die Basis diktiert sei.

    Eine hochrangige Quelle der Zeitung im Pentagon erklärte: "Möglicherweise werden wir nach mehreren wirtschaftlich anspornenden Mitteln suchen müssen, etwa nach "nicht rückzahlbaren Leistungen, Krediten, Geld und Infrastrukturen. Der Einsatz ist in dieser Angelegenheit sehr hoch."

    Parallel dazu verhandelt die US-Administration mit den Regierungen Tadschikistans und Usbekistans über den Gütertransit nach Afghanistan. Westliche Diplomaten in Taschkent teilen mit, dass die USA nahe daran seien, mit Usbekistan eine Vereinbarung über die Öffnung einer neuen Bahnstrecke zu schließen, um die Truppen in Afghanistan zu versorgen.

    Die Unterzeichnung des Abkommens über den Festlandtransit von nicht militärischen Nato-Frachten durch Tadschikistan wird diese Woche während des Brüssel-Besuchs von Präsident Emomali Rachmon erwartet.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren