12:31 15 November 2018
SNA Radio
    Militär

    Russland erlaubt Bundeswehr Nachschub-Transit per Bahn nach Afghanistan

    Militär
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    MOSKAU, 03. März (RIA Novosti). Deutschland darf den Nachschub für seine Truppe in Afghanistan nicht nur per Luft, sondern auch per Bahn im Transit über Russland befördern.

    Das teilte der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow am Dienstag nach einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Franz Josef Jung in Moskau mit.

    „Wir haben über den Transit von Menschen und Militärvermögen durch Russland nach Afghanistan beraten“, sagte Serdjukow. Er verwies darauf, dass seit 2004 durch den russischen Luftraum rund 170 000 Soldaten aus Deutschland und anderen Staaten nach Afghanistan befördert worden seien.

    Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung dankte Russland für die Unterstützung der Versorgung des deutschen Kontingents in Afghanistan, die zuerst per Luft und jetzt auch auf dem Landweg erfolgen darf.

    Außerdem bot Jung Russland Erfahrungen an, die Deutschland mit der Reform seiner Streitkräfte gemacht hat, und sprach sich für eine schnellstmögliche Wiederaufnahme der Kooperation im Rahmen des Russland-Nato-Rates aus.

    Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums teilte indes RIA Novosti mit, dass Deutschland bereits im November von Russland die Erlaubnis erhalten habe, militärische Güter für die Versorgung seines Kontingents in Afghanistan über das russische Bahnnetz zu befördern. Jedoch habe die deutsche Seite diese Genehmigung noch kein einziges Mal in Anspruch genommen.

    Dem Sprecher zufolge schlossen beide Seiten im vergangenen November ein für ein Jahr befristetes Abkommen über den Gütertransit ab. Eine ähnliche Vereinbarung habe Russland auch mit Frankreich unterzeichnet und könne es demnächst auch mit Spanien signieren, sagte der Sprecher.

    Die Erlaubnis für den Gütertransit gelte nicht für die Nato insgesamt, sondern für einzelne Mitgliedstaaten, betonte er.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren