08:33 12 Dezember 2018
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    Russland erlaubt Deutschland Transit nach Afghanistan - "Wedomosti"

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    MOSKAU, 04. März (RIA Novosti). Russland könnte allen Nato-Staaten und den USA den Landtransit von Militärtechnik nach Afghanistan erlauben, schreibt die Zeitung "Wedomosti" am Mittwoch.

    Wie gestern Russlands Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow nach einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Franz Josef Jung sagte, können Soldaten des deutschen Heeres und militärische Frachten per Bahn durch Russland nach Afghanistan gebracht werden.

    Frankreich und Deutschland erhielten die Erlaubnis für den Transit von Waffen und Militärtechnik bereits Ende vergangenen Jahres, gestern unterzeichnete Präsident Dmitri Medwedew in Madrid ein ähnliches Abkommen mit Spanien.

    Serdjukow erinnerte daran, dass seit 2004 über Russlands Luftraum 170 000 Bundeswehrsoldaten befördert worden sind.

    Mit den USA gibt es eine Vereinbarung über den Transit von nicht-militärischen Gütern für den Afghanistan-Einsatz durch russisches Territorium, doch bald werden sie auch militärische Frachten, darunter Militärtechnik (aber ohne Munition), transportieren dürfen.

    Wie eine dem russischen Verteidigungsamt nahe stehende Quelle der "Wedomosti" mitteilte, ist die politische Entscheidung über diese Frage in Moskau praktisch schon getroffen worden.

    Es handelt sich um den Gütertransit für jenen Teil der US-Truppen in Afghanistan, der zum Nato-Kontingent in Afghanistan gehört (ein Teil der US-Truppen führt einen Sondereinsatz gegen Al Qaida durch).

    Die erwähnte Quelle im Verteidigungsministerium wich der Frage aus, ob Russland bereit sei, auch militärische US-Güter passieren zu lassen.

    Igor Ljakin-Frolow, Vizesprecher des russischen Außenministeriums, berichtete, dass die ersten Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit den USA beim Transport von nicht-militärischen Frachten positiv seien. „Der erste Transport mit nicht-militärischen US-Gütern verließ am Montag Russland und passiert zurzeit Kasachstan. Die Vereinbarungen über die Zusammenarbeit in Afghanistan, die im April 2008 in Bukarest beim Russland-Nato-Gipfel zustande kamen, werden realisiert, das ist Russlands Beitrag zum Wiederaufbau des Landes."

    Anatoli Lokot von der kommunistischen Partei teilte mit, dass die Kommunisten sogar gegen den Transit humanitärer Frachten nach Afghanistan durch Russland gewesen seien. Die Verlegung von Nato-Truppen werde unser Land, das eine große islamische Gemeinschaft habe, in einen neuen Konflikt verwickeln.

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