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    Nato kündigt neue Anti-Piraten-Operation vor Somalia-Küste an

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    Die Nato will Ende März im Rahmen einer neuen Anti-Piraten-Operation fünf Schiffe zur Küste von Somalia schicken. Eine diesbezügliche Mitteilung der Allianz ist am Freitag von westlichen Medien veröffentlicht worden.

    MOSKAU, 13. März (RIA Novosti). Die Nato will Ende März im Rahmen einer neuen Anti-Piraten-Operation fünf Schiffe zur Küste von Somalia schicken. Eine diesbezügliche Mitteilung der Allianz ist am Freitag von westlichen Medien veröffentlicht worden.

    Nach Angaben des Internationalen Seebüros hatten die somalischen Seeräuber in den ersten zwei Monaten 2009 insgesamt 13 Prozent der von ihnen angegriffenen Schiffe in ihre Gewalt gebracht. Im vergangenen Jahr waren es 38 Prozent. Dabei hat die Zahl der Piratenattacken zugenommen.

    Die somalischen Behörden können das Piraterie-Problem wegen des seit mehr als 15 Jahren andauernden Bürgerkrieges nicht in den Griff bekommen.

    Bei der neuen Operation unter der Bezeichnung „Allied Protector“ sollen Kriegsschiffe der USA, Kanadas, der Niederlande, Portugals und Spaniens eingesetzt werden.

    Die Operation wird vom britischen Admiral Mark Stanhope von der Nato-Kommandostelle in Northwood geleitet. Die Führung der Schiffsgruppierung übernimmt der portugiesische Konteradmiral Jose Pereira da Cunha.

    In der ersten Phase der Operation sollen die Nato-Schiffe auf ihrem Weg zum Horn von Afrika die Häfen von Karachi, Singapur und Perth anlaufen.

    Die Rückkehr nach Europa ist für Juni dieses Jahres angesetzt.

    Im Dezember 2008 war die Nato-Seeoperation „Allied Provider„ abgeschlossen worden. In deren Rahmen konnten 30 000 Tonnen Hilfsgüter unter dem Geleit von Nato-Schiffen nach Somalia gebracht werden.

    Seit Dezember 2008 wird im Golf von Aden die europäische Operation unter der Kodebezeichnung „Atalanta“ durchgeführt. Daran sind Kriegsschiffe und Flugzeuge aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Griechenland beteiligt. Die Schiffsgruppe steht unter dem Kommando eines britischen Marineoffiziers.