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    Bulawa-Fehlstarts: Russlands neue Superrakete mit Geburtsfehlern

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    Die Ursache des jüngsten misslungenen Starts der neuartigen Interkontinentalrakete Bulawa im Dezember des Vorjahres ist ein Produktionsfehler gewesen.

    ISTANBUL, 28. April (RIA Novosti). Die Ursache des jüngsten misslungenen Starts der neuartigen Interkontinentalrakete Bulawa im Dezember des Vorjahres ist ein Produktionsfehler gewesen.

    "Die Kommission, die die Ursachen der jüngsten misslungenen Raketentests ermittelt hat, schlussfolgerte, dass dies auf ein Produktionsfehler zurückzuführen ist", sagte der russische Vizeverteidigungsminister Wladimir Popowkin am Dienstag auf der Rüstungsausstellung "IDEF 2009" in Istanbul.

    Nach seinen Angaben wurden große Anstrengungen unternommen, um die Ursache der Fehlschläge bei den Raketentests zu finden.

    Die vom Atom-U-Boot "Dmitri Donskoj" am 23. Dezember 2008 abgeschossene Bulawa sprengte sich automatisch in der Luft. Von insgesamt zehn Teststarts der Rakete waren nur fünf erfolgreich.

    Die ballistische seegestützte Interkontinentalrakete R30 3M30 Bulawa-30 (Nato-Code SS-NX-30) ist die neueste russische Dreistufen- Festtreibstoffrakete, die von U-Booten gestartet wird. Die Rakete kann von U-Booten bei Fahrt unter Wasser schräg gestartet werden.

    Die vom Moskauer Institut für die Wärmetechnik entwickelten Raketen können sechs bis zehn Hyperschall-Zielsuchköpfe tragen, die die Flugbahn nach Höhe und Kurs ändern können.

    Die maximale Reichweite der Rakete beträgt 8000 Kilometer. Die Startmasse der Bulawa liegt bei 36,8 Tonnen, die sechs bis zehn atomare Sprengköpfe zu jeweils 100 bis 150 Kilotonnen tragen kann.

    Die Bulawa-30-Raketen gehören zur Bewaffnung des modernisierten Atom-U-Boots "Dmitri Donskoi" des Projekts 941 UM Akula (Nato-Code: Taifun). In der Zukunft werden das Atom-U-Boot "Juri Dolgoruki" des Projekts 955 Borej, die "Alexander Newski," die "Wladimir Monomach" und andere Atom-U-Boote diese Raketen tragen.

    Bis 2015 sollen acht Atom-U-Boote dieses Typs gebaut werden.

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