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    Russlands Militär bestätigt Atomtest in Nordkorea - MEHR

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    Nordkoreas Atomtest (60)
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    Das russische Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass Nordkorea am Montag einen Atomwaffentest durchgeführt hatte.

    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Das russische Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass Nordkorea am Montag einen Atomwaffentest durchgeführt hatte.

    „Nach unseren Angaben hat Nordkorea im Nordosten Landes eine Atombombe getestet", teilte ein Ministeriumssprecher RIA Novosti mit. Der Test sei 80 Kilometer von der Stadt Kilchu entfernt durchgeführt worden. Dem Sprecher zufolge werden jetzt technische Daten der nuklearen Explosion ausgewertet.

    Nordkorea hatte am Montag einen unterirdischen Atomtest gemeldet. Der Atomversuch wurde indirekt von russischen, japanischen und südkoreanischen Seismologen bestätigt, die in Nordkorea ein „künstliches“ Erdbeben registrierten.

    Nach Angaben der Erdbebenwarte im russischen Juschno-Sachalinsk wurde der Erdstoß um 11.54 Ortszeit (02.54 Uhr MESZ) registriert. Das Erdbeben sei wahrscheinlich von einer Explosion ausgelöst worden, weil das Epizentrum, das in zehn Kilometer Tiefe lag, eine „straffe Form“ habe. Nach Angaben japanischer Seismologen lag das Epizentrum mit der Stärke 5,3 in der Region, wo Nordkorea im Oktober 2006 seinen ersten Atomtest durchgeführt hatte.

    Damals hatte der Weltsicherheitsrat auf den nordkoreanischen Atomversuch mit einer Resolution reagiert, welche die Lieferung von atomwaffenfähigen Produkten und Technologien nach Nordkorea einschränkte.

    In diesem April kündigte Nordkorea seinen Ausstieg aus den Sechs-Parteien-Gesprächen (Nordkorea, USA, Südkorea, Japan, Russland und China) sowie die Wiederaufnahme seines Atom- und Raketenprogramms an. Damit reagierte das kommunistische Land auf eine Resolution des UN-Sicherheitsrats, die den Raketenstart vom 5. April in Nordkorea verurteilt hatte.

    Im Mai kündigte das Außenministerium in Pjöngjang an, Nordkorea werde sein atomares Abschreckungspotenzial ausbauen, wenn die USA auf ihre „feindliche Politik“ nicht verzichten sollten. Die neue US-Administration habe in den ersten 100 Tagen nach ihrem Amtsantritt an der „feindlichen Politik“ gegenüber Nordkorea festgehalten, hieß es aus Pjöngjang.

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