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    Raketentruppen: Russland braucht mindestens 1 500 Atomgefechtsköpfe - MEHR

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    Russland braucht mindestens 1 500 Atomsprengladungen, um seine Sicherheit gewährleisten zu können.

    BALABANOWO, 10. Juni (RIA Novosti). Russland braucht mindestens 1 500 Atomsprengladungen, um seine Sicherheit gewährleisten zu können.

    Das sagte Nikolai Solowzow, Befehlshaber der russischen Strategischen Raketentruppen, am Mittwoch auf einer Konferenz beim Verteidigungsministerium. „Beim Abschluss eines neuen START-Vertrags darf Russland nicht unter 1500 Atomgefechtsköpfe gehen. Die Entscheidung liegt aber bei der politischen Führung des Landes.“

    Die genaue Zahl der Sprengköpfe, die im neuen russisch-amerikanischen Vertrag über den Abbau der strategischen Offensivwaffen festgehalten wird, werde demnächst bekannt, urteilte Solowzow. Jedenfalls müssten die strategischen Raketen im Dienst bleiben, bis ihre Betriebsdauer abgelaufen sei.

    Das atomare Gleichgewicht zwischen Russland und den USA wird durch den Vertrag zur Verringerung der Strategischen Nuklearwaffen (START-1) gesichert, der noch 1991 von der Sowjetunion und den USA unterzeichnet worden war und am 5. Dezember 2009 abläuft. Er verpflichtet beide Staaten dazu, ihre strategischen Atomwaffen auf jeweils 6 000 Gefechtsköpfe und 1600 Trägerraketen zu reduzieren. 2002 schlossen beide Staaten das Abkommen über eine Verringerung ihrer strategischen Offensivpotentiale (SORT). Darin verpflichteten sie sich dazu, bis zum 31. Dezember 2012 ihre atomaren Sprengladungen auf jeweils 2200 bis 1700 abzubauen.

    Der russische Präsident Dmitri Medwedew und US-Staatschef Barack Obama haben sich bei ihrem ersten Treffen am 1. April in London darauf verständigt, bis Ende dieses Jahres einen neuen START-Vertrag zu vereinbaren. Die beiden ersten Gesprächsrunden fanden bereits statt. Erste Ergebnisse der Verhandlungen sollen zu dem für den Juli geplanten russisch-amerikanischen Gipfel vorgestellt werden. In der neuen Vereinbarung soll eine bedeutendere Abrüstung als im Moskauer SORT-Abkommen vorgesehen werden.

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