00:55 26 Februar 2018
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    Serbien führt abgebrannten Nuklearbrennstoff nach Russland zurück

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    MOSKAU, 10. Juni (RIA Novosti). Russland und Serbien haben am Mittwoch ein Regierungsabkommen über die Kooperation bei der Einfuhr von abgebranntem Nuklearbrennstoff des Forschungsreaktors Vinca nach Russland unterzeichnet, teilt der Pressedienst der russischen staatlichen Atomholding Rosatom mit.

    „Das Abkommen sichert die rechtliche Grundlage für den Transport von abgebranntem Brennstoff vom Forschungsreaktor des Institutes Vinca nach Russland zu seiner provisorischen technischen Lagerung bzw. Verarbeitung “, so die Mitteilung. Das Dokument ist auf zehn Jahre befristet und kann verlängert werden.

    Das Abkommen trägt die Unterschriften des Rosatom-Chefs Sergej Kirijenko und des stellvertretenden Regierungschefs und Ministers für Forschung und technische Entwicklung der Republik Serbien, Bozidar Djelic.

    Die in dem Abkommen vorgesehene Tätigkeit zur Ausfuhr von abgebranntem Nuklearbrennstoff erfolgt unter Mitwirkung der IAEO im Rahmen des russisch-amerikanischen Abkommens „Über die Zusammenarbeit bei der Einfuhr von in Russland hergestelltem nuklearen Brennstoff für Forschungsreaktoren nach Russland“ und ist darauf ausgerichtet, die in den Drittländern aufbewahrten Mengen von hochangereichertem Uran zu reduzieren, heißt es.

    Im Rahmen dieser Initiative ist seit dem Jahr 2005 frischer hochangereicherter Uranbrennstoff aus Libyen, Usbekistan, Tschechien, Lettland, Polen, Vietnam und Ostdeutschland nach Russland sowie aus Australien, Deutschland, Österreich, Griechenland, Japan, Argentinien, Schweden, Portugal, Rumänien und den Niederlanden in die USA zurückgeführt worden.

    Abgebrannte Nuklearmaterialien aus der russischen Produktion für Forschungsreaktoren sind aus Usbekistan, Tschechien, Lettland, Bulgarien, Ungarn, Kasachstan und Polen und solche aus der US-Produktion aus Kanada, Italien, Belgien und den Niederlanden ausgeführt worden.

    Die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit der Republik Serbien im Atomenergiebereich wird jetzt im Rahmen eines Abkommens über die weitere Zusammenarbeit bei der Nutzung der Atomenergie für friedliche Zwecke betrieben, das 1963 von der UdSSR und der Bundesrepublik Deutschland geschlossen worden war.

    Die Zusammenarbeit betrifft vor allem den Bau und den Betrieb des Forschungsreaktors Vinca. Der 1984 stillgelegte Reaktor soll auf Beschluss der serbischen Regierung demontiert werden.

    Nach einem früher geschlossenen Vertrag sind bis jetzt Technologien und Ausrüstungen für die Vorbereitung abgebrannter Nuklearbrennstoffe auf den Transport entwickelt sowie eine Machbarkeitsstudie erstellt und die erforderlichen Ausrüstungen hergestellt worden.

    Ende Mai 2009 wurde mit der Lieferung der Ausrüstungen ins Institut Vinca begonnen. Die Montage und die Erprobung der Ausrüstungen soll von Juli bis September parallel zur Ausbildung des Personals erfolgen. Danach soll die Umverpackung der Nuklearbrennstoffe beginnen.