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    Dritte Runde russisch-amerikanischer START-Gespräche am 22. Juni in Genf (Zusammenfassung)

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    Die dritte Runde der russisch-amerikanischen Verhandlungen über den Abschluss eines neuen START-Vertrages ist um einen Tag auf den 22. Juni verschoben worden.

    AMSTERDAM, 20. Juni (RIA Novosti). Die dritte Runde der russisch-amerikanischen Verhandlungen über den Abschluss eines neuen START-Vertrages ist um einen Tag auf den 22. Juni verschoben worden.

    Wie die Sprecherin des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew, Natalia Timakowa, am Samstag Journalisten in Amsterdam mitteilte, finden die Gespräche in Genf statt. Zuvor hatte das russische Außenministerium mitgeteilt, dass die dritte Runde der Gespräche zum neuen Abkommen über die Reduzierung der Offensivwaffen Russlands und der USA am 23./24. Juni in Genf durchgeführt wird.

    Der gültige START-Vertrag läuft am 5. Dezember 2009 ab. Das 1991 unterzeichnete Dokument verpflichtet Moskau und Washington, die strategischen Atomkräfte von je 10 000 auf 6 000 Gefechtsköpfe zu reduzieren. 1993 wurde der START-2-Vertrag signiert, nach dem die Zahl der Gefechtsköpfe noch stärker reduziert werden sollte. 2002 stieg Russland aus diesem Vertag aus, nachdem die USA den 1972 geschlossenen Vertrag über die Begrenzung der Raketenabwehrsysteme einseitig aufgekündigt hatten.

    2002 unterzeichneten Moskau und Washington einen Vertrag über strategische Offensivpotenziale, wonach die Zahl der Gefechtsköpfe auf jeder Seite zum 31. Dezember 2012 auf 1700 bis 2200 Stück reduziert werden soll.

    Bei einem Treffen in London am 1. April dieses Jahres kamen Medwedew und sein US-amerikanischer Amtskollege Barack Obama darin überein, Verhandlungen über den Abschluss eines neuen START-Abkommens aufzunehmen. Geplant ist, die Zahl der Gefechtsköpfe auf ein niedrigeres Niveau zu drücken, als im Vertrag über strategische Offensivpotenziale festgeschrieben ist.

    Bislang fanden zwei Gesprächsrunden statt (19./20. Mai in Moskau und 1./3. Juni in Genf).