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    Russlands neustes Atom-U-Boot mit Flügelraketen tritt Dienst früher an - MEHR

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    Russlands neustes Atom-U-Boot „Sewerodwinsk“ wird nicht wie ursprünglich geplant 2011, sondern schon im nächsten Jahr bei der Marine den Dienst antreten.

    MOSKAU, 25. Juni (RIA Novosti). Russlands neustes Atom-U-Boot „Sewerodwinsk“ wird nicht wie ursprünglich geplant 2011, sondern schon im nächsten Jahr bei der Marine den Dienst antreten.

    Das teilte der Generaldirektor des Konstruktionsbüros „Malachit“, Wladimir Pjalow, am Donnerstag in Sankt Petersburg mit. Schon im kommenden Dezember werde die „Sewerodwinsk“ in See stechen, sagte er. Nach den Tests werde das mit weitreichenden Flügelraketen ausgestattete U-Boot 2010 bei der Nordflotte in Dienst gestellt.

    Die gesamte Bewaffnung des neuen U-Bootes sei bereits zu Lande getestet worden. Nun stehen die Tests auf See bevor, die für Mitte 2010 geplant seien, sagte Pjalow. Einer der Vorteile der Waffen des neuen Atom-U-Bootes sei nicht nur die vergrößerte Reichweite, sondern auch die Fähigkeit, sowohl See- als auch Landziele anzugreifen.

    Im Juli dieses Jahres werde ein zweites U-Boot der Sewerodwinsk-Klasse (Projekt 885 „Jasen“, Nato-Code: Graney) auf Kiel gelegt, berichtete Pjalow weiter. Das U-Boot unter dem Namen „Kasan“ werde ebenso wie die „Sewerodwinsk“ in der Sewmasch-Werft gebaut.

    Die „Sewerodwinsk“ ist seit 1993 im Bau. Bei einer Wasserverdrängung von 8600 (aufgetaucht) bis 13800 (getaucht) Tonnen ist das U-Boot 119 Meter lang, 13,5 Meter breit und kann bei einer maximalen Tauchtiefe von 600 Meter Geschwindigkeiten von bis zu 16/31 Knoten erreichen. Die Besatzung besteht aus 90 Mann. Zur Bewaffnung gehören schwere Marschflugkörper mit größerer Reichweite sowie Torpedos, Seeraketen und Minen. Im März hatte Oleg Burzew, Vizechef des Marinestabs, RIA Novosti mitgeteilt, dass der Dienstantritt der „Sewerodwinsk“ erst 2011 zustande käme.