04:11 20 Januar 2018
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    OVKS-Chef: Streit mit Usbekistan um Eingreiftruppe und Basen lösbar

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    Das postsowjetische Bündnis OVKS hält Usbekistans Einstieg in seine Eingreiftruppe trotz aller Streitereien für möglich. Über die neue russische Militärbasis in Zentralasien soll weiter verhandelt werden.

    MOSKAU, 03. September (RIA Novosti). Das postsowjetische Bündnis OVKS hält Usbekistans Einstieg in seine Eingreiftruppe trotz aller Streitereien für möglich. Über die neue russische Militärbasis in Zentralasien soll weiter verhandelt werden.

    Bei einer RIA-Novosti-Videobrücke Moskau-Eriwan am Donnerstag ging

    OVKS-Generalsekretär Nikolai Bordjuscha auf die Kontroversen mit Usbekistan ein.

    „Im Rahmen der OVKS werden natürlich alle Meinungen der Mitgliedsländer berücksichtigt. Wenn es zu Differenzen kommt, werden entsprechende diplomatische Beratungen zwischen Russland und Usbekistan oder Kirgisien und Usbekistan aufgenommen“, hieß es. Der OVKS gehören Russland, Weißrussland, Armenien, Kirgisien, Kasachstan, Usbekistan und Tadschikistan an.

    Russland und Kirgisien hatten am 1. August eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der die russische Militärpräsenz in diesem Land ausgebaut werden soll (zurzeit verfügt Russland dort über den Luftwaffenstützpunkt Kant). Medienberichten zufolge soll eine neue Basis in unmittelbarer Nähe der usbekischen Grenze entstehen. Usbekistan sprach sich gegen den neuen Stützpunkt aus.

    Usbekistan weigerte sich außerdem, das Abkommen über die geplante OVKS-Eingreiftruppe zu unterzeichnen. Nun sagte Bordjuscha, das bedeute nicht den endgültigen Verzicht auf den Einstieg. Usbekistan habe die „Tür nicht zugeschlagen“ und wolle sehen, wie die Gründung der Eingreiftruppe verlaufe. Dann falle eine endgültige Entscheidung, so Bordjuscha.

    Neben Usbekistan wollte auch Weißrussland das Abkommen über die Eingreiftruppe vorerst nicht unterschrieben.