11:29 15 November 2018
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    Ex-Präsident Schewardnadse gegen mögliche Raketenabwehr in Georgien

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    Georgien darf die Stationierung von Elementen einer US-amerikanischen Raketenabwehr auf seinem Territorium laut Ex-Präsident Eduard Schewardnadse nicht zulassen.

    TIFLIS, 09. Oktober (RIA Novosti). Georgien darf die Stationierung von Elementen einer US-amerikanischen Raketenabwehr auf seinem Territorium laut Ex-Präsident Eduard Schewardnadse nicht zulassen.

    "Das wird die Sicherheit der Republik gefährden", sagte der frühere Außenminister der ehemaligen Sowjetunion am Freitag in einem Interview für das Magazin "Mteli Kwira" (Ganze Woche). "Ich denke nicht, dass die Amerikaner ihr Raketenabwehrsystem in Georgien aufstellen werden. Wenn es um eine neue Strategie geht, insbesondere im Zusammenhang mit dem Iran, so würde ich die Variante Georgiens ausschließen ... Ohne unsere Genehmigung werden sie (Amerikaner) das nicht tun. Und wir dürfen das nicht genehmigen, denn das würde die Gefahr von Seiten des Iran erhöhen", sagte Schewardnadse.

    Auch Armenien wäre kein passender Standort für die Raketenabwehr. "Es ging auch um Aserbaidschan. Aber Baku wird ein solches Angebot kaum akzeptieren. Was die Türkei betrifft, könnte der Regierung in Ankara im Gegenzug für die Stationierung einer Raketenabwehr die Aufnahme in die Europäische Union (EU) zugesichert werden ... Aber das ist nur meine Vermutung", sagte Schewardnadse.

    Mitte September hatte die US-Administration ihre Pläne zur Stationierung von Elementen einer Raketenabwehr in Polen und Tschechien fallen gelassen. Dieser Schritt wurde damit begründet, dass der Iran noch keine Raketen hat, die Ziele in Europa erreichen könnten. Am Vortag teilte US-Vizeverteidigungsminister Alexander Vershbow mit, dass Washington die Ukraine als einen möglichen Standort für ein Radar als Bestandteil einer neuen Architektur der Raketenabwehr in Europa betrachtet. Beobachter schlossen ähnliche Pläne auch für Georgien nicht aus.

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